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Rückblick 2012

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In einem Interview spricht der ÖJV-Präsident Dr. Hans Paul Kutschera über das Jahr 2012. Der ÖJV setzt auf eine verstärkte Nachwuchsarbeit, auf Funktionsebene kann man auf ein historisches Jahr zurückblicken.

ÖJV: Herr Präsident, das Jahr 2012 neigt sich zu Ende. Wie sehen sie als Präsident des Österreichischen Judoverbandes das Olympiajahr 2012?

Präsident Kutschera: Sportlich sind wir bei den Olympischen Spielen in London hinter unseren Erwartungen geblieben. Diese Spiele haben aber wiederum deutlich gezeigt, wie knapp die Weltspitze im Judosport zusammen liegt. Auch wenn es diesmal nichts mit einer Medaille geworden ist, der österreichische Judosport kann stolz auf seine Sportler sein. Mit Sabrina Filzmoser, die in London den guten 7. Platz erreichte, Hilde Drexler und Lupo Paischer hatten wir drei Judoka am Start, die aufgrund ihrer schon erbrachten Leistungen ein Teil der Judo-Weltspitze sind. Der österreichische Judosport ist sich aber auch seiner Nachwuchsstärke bewusst. Die zahlreichen Nachwuchshoffnungen im Judosport machen mich zuversichtlich, dass wir weiterhin mit den Routiniers in Zukunft hohe Qualität im Judosport bieten können.

Auch in der Trainerfrage macht sich der ÖJV-Vorstand Gedanken und wird hier versuchen, die beste Lösung für unsere Sportlerinnen und Sportler für eine optimale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 und 2020 zu erzielen. Mit März 2013 wird die Trainerfrage noch mit der Nachbesetzung eines Judo-Bundestrainers oder Bundestrainerin für den Männerbereich optimiert. Der ÖJV, seine Landesverbände und Vereine, sind bereits jetzt, mit den Sportlerinnen und Sportlern auf einem gemeinsamen strukturierten Weg in Richtung Olympische Spiele 2016 und 2020 unterwegs.

ÖJV: Herr Präsident, sie wurden im Jahr 2012 erneut zum ÖJV-Präsidenten gewählt. Ihre Eindrücke?

Präsident Kutschera: Nachdem die erste Wahl nicht bestätigt wurde, sind wir bei der 2. Wahl alle zusammen gerückt und die Wahl ist einstimmig ausgefallen. Die zahlreichen Kontrollen haben dem ÖJV nicht nur eine stabile finanzielle Lage, sondern auch eine den modernen Erfordernissen entsprechende positive Geschäftsführung bescheinigt. Es freut mich, dass wir nun einen gemeinsamen Weg für den österreichischen Judosport gehen.

ÖJV: Herr Präsident, im Dezember wurden Sie in Budapest zum Vize-Präsidenten der EJU gewählt. Wie sehen Sie diese Wahl?

Präsident Kutschera: Auf Funktionsebene können wir das vergangene Jahr als historisches Jahr bezeichnen. Ich sehe die Wahl zum Vize-Präsidenten der EJU als hohe Auszeichnung des österreichischen Judosports. Mit der Funktion des EJU-Vizepräsidenten sowie dem Head Office in Wien mit Dr. Martin Poiger als Leiter, d.h. die EJU verlegt ihren Sitz nach Wien, hat sich Österreich nicht nur in der internationalen Judowelt bestens gefestigt, sondern auch im internationalen Sportgeschehen sehr positiv positioniert.

ÖJV: Auf nationaler Funktionärsebene gab es im heurigen Jahr kleine Überraschungen. So haben Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer einen ersten Schritt in die Funktionärswelt des österreichischen Sports getan!

Präsident Kutschera: Es freut mich, dass unsere Vorzeigesportler Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer nun auch neben ihrer sportlichen Karriere, ihre Erfahrungen dem österreichischen Sport weitergeben wollen. Die Wahl von Sabrina Filzmoser zur ÖOC-Rechnungsprüferin sowie von „Lupo“ Paischer zum Vorsitzenden der ÖOC-Athletenkommission muss als individuelle Auszeichnung und Wertschätzung der genannten Sportler gesehen werden. Es macht mich stolz, und ich wünsche Ihnen für Ihre Tätigkeit viel Erfolg und Ausdauer.

Abschließend darf ich noch alles Gute für die bevorstehenden Feiertage und ein erfolgreiches 2013 wünschen.

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