Junioren

Reiter schrammt zum EM-Auftakt an Bronze vorbei

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Ohne Medaillenerfolg blieb die ÖJV-Equipe am 1. Tag der U21-EM in Oberwart. Wobei aber speziell Lukas Reiter sein Europaklasse-Niveau unter Beweis stellte, erst im Kampf um Bronze seine Hoffnungen begraben musste und Fünfter wurde. Der 19-jährige Niederösterreicher besiegte in der mit 34 Startern überaus stark besetzten 66-kg-Gewichtsklasse in den ersten beiden Runden den Ungarn Takacs und den Schweizer Stump souverän, war auch im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Patokov (RUS) der aktivere Kämpfer, ehe er nach 15 Sekunden im Golden Score eine Waza-Ari-Wertung hinnehmen musste. „Es war ein extrem knapper Kampf. Leider bin ich dann unnötig gefallen“, übte sich Reiter in Selbstkritik.

 

Bei Rang 5 kam wenig Freude auf

 

Nach einem hart erkämpften Sieg in der Trostrunde gegen Raskopine (ISR) traf der Schützling von Adi Zeltner im Kampf um Bronze auf Patryk Wawrzyczek. Mit zwei frühen Shidos brachte sich Reiter in die bessere Position, in der zweiten Kampfhälfte wendete sich aber das Blatt. „Nach der Waza-Ari-Wertung musste ich aufmachen, habe dann die Linie verloren, zu viel riskiert“, analysiert Reiter, der sich mit Rang 5 nicht so recht anfreunden konnte. „Ich wusste, dass die Medaille drin ist, die Leistung war auch gut, ich habe starke Leute geschlagen. Aber es hat eben nicht gereicht.“ Auch Nationaltrainer Rusch trauerte der Medaille nach: „Mit tut’s für den Buben leid. Mit seiner Leistung hätte er sich eine Medaille verdient gehabt. Schade um den Kampf gegen den Russen. Da hätte sein Gegner durchaus die ein oder andere Strafe kassieren können.“

 

Vom Rest des ÖJV-Männer-Quartetts wusste vor allem Christopher Wagner (-73 kg) zu gefallen. Der Wiener musste in Runde 2 gegen den ukrainischen Turnier-Mitfavoriten und späteren Bronzemedaillengewinner Khomula erst in der letzten Minute dem hohen Tempo Tribut zollen und unterlag durch zwei Waza-Ari-Wertungen (Ippon).

 

Bei den Frauen reichte es am Auftakttag nur zu einem Kampfgewinn durch Katharina Tanzer (bis 48 kg). In Runde zwei lief die Wahl-Wienerin gegen die Britin Staddon schnell einem Shido hinterher, als aktivere Kämpferin der zweiten zwei Minuten blieb ihr aber eine Wertung versagt. Pech hatte Nicole Herbst, die in ihrem Erstrundenkampf mit Shido führte, zehn Sekunden vor Schluss in einen Würger geriet und zwei Sekunden vor dem Ende abklopfte. „So etwas darf nicht passieren. Aber vermutlich hat sie nicht mitbekommen, dass der Kampf eigentlich schon vorbei war. Schade drum, nach der Auslosung habe ich mir insgeheim mehr erwartet“, bilanziert Juniorinnen-Nationaltrainer Ernst Hofer, der am Samstag mit Michaela Polleres ein heißes Eisen im Feuer hat.

 

 

U21-Europameisterschaft in Oberwart, 1. Bewerbstag

 

Männer

  1. Runde

bis 60 kg: Adam BORCHASHVILLI gegen Lombardo (ITA) – Out durch Ippon nach 1:44

bis 73 kg: Christopher WAGNER gegen Becik (SVK) – Sieg durch Waza-Ari

 

  1. Runde

bis 66 kg: Tobias WEIXELBAUMER gegen Spasov (BUL) – Out durch 2 Shidos

bis 66 kg: Lukas REITER gegen Takacs (HUN) – Sieg durch Ippon (2 Waza-Ari) nach 3:28

bis 73 kg: Christopher WAGNER gegen Khomula (UKR) – Out durch Ippon nach 3:43

 

  1. Runde

bis 66 kg: Lukas REITER gegen Stump (SUI) – Sieg durch Ippon (Armhebel) nach 2:22

 

Viertelfinale

bis 66 kg: Lukas REITER gegen Patokov (RUS) – Niederlage durch Waza-Ari im Golden Score nach 4:15

 

Trostrunde

bis 66 kg: Lukas REITER gegen Raskopine (ISR) – Sieg durch Shido

 

Kampf um Bronze:

Bis 66 kg: Lukas REITER gegen Wawrzyczek (POL) – Niederlage durch Waza-Ari und 2 Yuko

 

Frauen

  1. Runde

bis 48 kg: Katharina TANZER gegen Gallego (ESP) – Sieg durch Ippon (Festhalter) nach 2:21

bis 52 kg: Lisa DENGG gegen Rubinstein (NOR) – Out durch Ippon nach 3:08

bis 52 kg: Nicole HERBST gegen Polgar (HUN) – Out durch Ippon nach 4:00

bis 57 kg: Asimina THEODORAKIS gegen Libeer (BEL) – Out durch Ippon nach 3:38

 

  1. Runde

bis 48 kg: Katharina TANZER gegen Staddon (GBR) – Out durch Shido

 

U21-Europameisterschaft in Oberwart, 1. Bewerbstag, Medaillengewinner

 

 

Männer

 

bis 55 kg

Gold: Roy Koffijberg (NED)

Silber: Ayub Bliev (RUS)

Bronze: Shahen Abaghyan (ARM)

Bronze: Vahagn Hovespyan (ARM)

 

bis 60 kg

Gold: Walide Khyar (FRA)

Silber: Samuel Hall (GBR)

Bronze: Tornike Nagliashvili (GEO)

Bronze: Denis Vieru (MDA)

 

bis 66 kg

Gold: Pavel Patokov (RUS)

Silber: Bogdan Iadov (UKR)

Bronze: Patryk Wawrzyczek (POL)

Bronze: Bilal Ciloglu (TUR)

 

bis 73 kg

Gold: Tamazi Kirakozashvili (GEO)

Silber: Martin Hojak (SLO)

Bronze: Artem Khomula (UKR)

Bronze: Giorgi Katsiashvili (GEO)

 

 

Frauen

 

bis 44 kg

Gold: Amber Gersjes (NED)

Silber: Melisa Cakmakli (TUR)

Bronze: Sitora Boymatova (RUS)

Bronze: Tugba Yayla (TUR)

 

bis 48 kg

Gold: Reka Pupp (HUN)

Silber: Joana Diogo (POR)

Bronze: Cristina Budescu (MDA)

Bronze: Sephora Corcher (FRA)

 

 

bis 52 kg

Gold: Aristide Gneto (FRA)

Silber: Betina Temelkova (BUL)

Bronze: Damla Caliskan (TUR)

Bronze: Distria Krasniqi (KOS)

 

 

bis 57 kg

Gold: Stefania Adelina Dobre (ROU)

Silber: Tecla Cadilla Acevedo (ESP)

Bronze: Julia Kowalczyk (POL)

Bronze: Bekky Livesey (GBR)

 

 

Medaillenspiegel

 

Frankreich    2         0         1

Niederlande 2         0         0

Russland     1         1         1

Georgien      1         0         2

Ungarn                     1         0         0

Rumänien    1         0         0

Türkei                        0         1         3

Großbritannien       0         1         1

Ukraine                     0         1         1

Portugal        0         1         0

Bulgarien      0         1         0

Spanien        0         1         0

Slowenien    0         1         0

Armenien      0         0         2

Moldawien    0         0         2

Polen             0         0         2

Kosovo                     0         0         1

 

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