Jugend

EM: Hegyi geht nach Marathon-Kampf leer aus

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Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs hatte bei der U18-EM in Sofia vieles für Stephan Hegyi gesprochen, doch am Ende muss sich die Wiener Schwergewichts-Hoffnung mit dem fünften Platz in der Klasse über 90 kg begnügen. Sebastian Schneider wird bis 90 kg Neunter.

Bis auf einen einzigen Kampf war Stephan Hegyi in der bisherigen U18-Saison ungeschlagen geblieben, weshalb er in Sofia als Weltranglisten-Erster auch als Nummer eins gesetzt war. In den ersten beiden Runden gegen Ignas Mecajus (LTU) und Dimitros Tsoumitas (GRE) wurde er seiner Favoritenstellung vollauf gerecht.

Das folgende Halbfinale gegen Inal Tasoev (RUS) ging aus Mangel an Wertungen in die Verlängerung, in der erst nach drei Minuten Hegyi die entscheidende Strafe aufgebrummt wurde, die den Russen nicht nur ins Finale, sondern auch den Titel brachte. Denn Finalgegner Kemal Kaitov (RUS) trat nach einer Verletzung im Goldkampf nicht mehr an. Hegyi wurde indes im Bronze-Match von Gela Zaalishvili (GEO) ausgekontert.

„Dass man als Nummer eins das Turnier gewinnen will, ist klar. Doch man muss beachten, dass sich in Sofia nur sehr wenige Favoriten letztlich auch durchsetzen konnten“, versteht Nationaltrainer Matthias Karnik die erste Enttäuschung Hegyis. „Heute haben nur wenige Millimeter zum Finale und letztlich zum Titel gefehlt. Der Weg nach ganz oben ist ein langer und harter und auch solche Momente gehören dazu“, will der Coach Hegyis zweite Top-5-Platzierung bei einer EM alles andere als negativ einordnen. Im Vorjahr wurde er in Athen Dritter. (KORREKTUR: Hegyi als 98er-Baujahr nächstes Jahr Junior)

Schneider im Viertelfinale abgewürgt

Sebastian Schneider übersah nach klaren Siegen über Hristo Hristov (BUL) und Eryk Ryciak (POL) im Viertelfinale gegen Daniel Zorn (GER) einen Würger, womit er in die Hoffnungsrunde musste. Dort kam für den Wiener gegen Anton Sachylovich (BLR) ein frühes Ende. „Er wurde entgegen des Kampfverlaufs vom Weißrussen ausgekontert“, schildert Karnik.

Auch wenn zu den beiden Silber-Medaillen vom Freitag von Lisa Dengg (bis 52) und Mathias Czizsek (bis 66) kein Edelmetall mehr dazugekommen ist, fällt die Bilanz des ÖJV-Teams sehr positiv aus. „Das lässt uns recht optimistisch auf das EYOF Ende Juli in Tiflis blicken“, hofft Karnik, dass sich dort der eine oder andere revanchieren kann.

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