Auch "Stolli" ein halbes Jahrhundert
Datum: 15.09.2009 um 01:01 Uhr
Thema: ÖJV-News


Klaus-Peter StollbergNur fünf Tage nach Generalsekretär Paul Fiala feiert schon wieder einer in der ÖJV-Familie einen besonderen "Runden" - der langjährige ÖJV-Trainer Klaus-Peter Stollberg vollendet heute, Dienstag, sein 50. Lebensjahr. "Stolli", wie sie den kleinen, stämmigen und in der Öffentlichkeit stets zurückhaltenden ehemaligen DDR-Judoka nennen, ist neben seiner Tätigkeit als verantwortlicher ÖJV-Verbandstrainer auch Trainer am Olympia-Stützpunkt in Linz.

Klaus-Peter Stollberg wurde am 15. September 1959 geboren - 1982 in seiner damaligen ostdeutschen Heimat machte der kleine, aber stets gefährliche und schnelle Judoka seine erste EM-Medaille - Bronze in Rostock. Ein Jahr später, in Paris, folgte die zweite EM-Bronzene, und auch bei der Weltmeisterschaft 1983 in Moskau stand er als Dritter, nur geschlagen vom damals überragenden Russen Tletseri, als Dritter auf dem Podest. Damit war Stollberg klarerweise auch für Olympia 1984 in Los Angeles qualifiziert - aber die Spiele blieben nur ein Traum. Wegen des Boykotts der osteuropäischen Länder wurde allen DDR-Sportlern die Teilnahme verwehrt.

Nach der Wende vor 20 Jahren mit dem Fall der Berliner Mauer, als Stollberg seine aktive Laufbahn schon längst beendet hatte und er sich bereits als Trainer versuchte, da kam bald das Angebot aus Österreich - wie in vielen anderen Sportarten auch schätzte man die Leistungen und das Fachwissen der ehemaligen DDR-Trainer. Und so nahm Hans Müller-Deck, der zum "Sport-General" in Österreich wurde, seinen kleinen "Stolli" gleich mit.

Stollberg ist kein Mann der großen Worte. TV-Kameras und Mikrofonen geht er eher aus dem Weg als dass er sich ihnen hingezogen fühlte. Der allseits beliebte "Stolli" hat dennoch eine Prämisse, die sich medial gut verkaufen lässt und die ihn in Zitaten auch ständig verfolgt.

"Leistung kann man planen, Erfolg nicht."

Mit diesem Zitat ist Klaus-Peter Stollberg - für seine Verhältnisse - berühmt geworden. Dabei ist der "Stolli" ein fleißiger Arbeiter auf der Matte. Er lebt vor allem für die ÖJV-Girls und als Trainer des Olympia-Stützpunktes in Linz speziell für die oberösterreichischen Judoka. Man wird "Stolli" selten, höchstens mal im Training oder nach einem verlorenen Kampf, böse sehen - aber selbst das ist bei ihm und seinem Gegenüber schnell verflogen.

Weil alle wissen, dass er nur ein Ziel hat: SEINE Judoka nach vorn zu bringen, sie bestmöglich zu betreuen, ihnen die neuesten Techniken beizubringen, und sie dann in den Arm nehmen, wenn es heißt: "Leistung kann man planen - Erfolg auch" ...

Lieber "Stolli" - Alles Gute zum 50er! Das wünscht dir die ganze österreichische Judo-Familie!

Joe LANGER
ÖJV-Pressechef



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