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Kutschera reagiert auf WM: „Werden etwas ändern“

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hans-paul-kutschera-520x250ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera spricht nach den zwei siebten Plätzen bei der Judo-WM in Chelyabinsk von Stillstand. Strukturen sollen geprüft und in Betreuer-Situation sowie Trainingsgestaltung Veränderungen vorgenommen werden.


„Mit zwei siebten Plätzen kann ich nicht zufrieden sein“, stellt Kutschera nach Turnierende klar. Mit Verweis auf das Vorjahr, als in Rio ein siebter Rang als bestes Resultat auf der Habenseite stand, meint er:„Ich sehe keinen Aufwärtstrend, ich sehe Stillstand.


„Einige unserer Athleten hätten hier den Schritt zur Weltspitze machen sollen. Wir klopfen die letzten Jahre schon immer an.“ In Chelyabinsk habe er sich den entscheidenden Schritt nach ganz oben erwartet.


Immer nur von einer hoffnungsvollen Zukunft zu reden, ist Kutschera zu wenig. „Wir müssen von der Idee weg, dass wir große Talente haben, bei denen wir darauf warten, dass sie in Zukunft irgendwann einmal eine Medaille holen. Wir benötigen einen Timetable, wann dieser Schritt erfolgt. Talenten immer nur Schonzeit zu geben, ist für mich zu wenig.“


Mentale Stärkung


Der ÖJV-Boss betont, dass er das Abschneiden keineswegs an den Athleten festmachen wolle. Dass in den entscheidenden Kämpfen gegen Gegner, die zuletzt noch besiegt wurden, die letzten Prozent gefehlt haben, ist ihm ebenso nicht entgangen. Genau hier will er nun ansetzen:


„Mir hat bei unseren Athleten die hundertprozentige Ausschöpfung des Potenzials gefehlt. Gleichzeitig ist es aber unsere Aufgabe, unsere Sportler auch dementsprechend mental zu stärken.“ Wie genau dementsprechende Maßnahmen aussehen sollen, soll bei anstehenden Besprechungen festgelegt werden.


„In Bezug auf die Herren lasse ich die Ausrede, dass das internationale Niveau so hoch ist, nicht gelten. Das es international stark besetzt ist, war schon immer so und wird auch immer so bleiben.“


Leichte Kurskorrektur


Da man erst am Anfang der Olympia-Qualifikation steht, erachtet es Kutschera als sinnvoll, korrigierend einzugreifen.


„Es gilt jetzt, alle Strukturen zu überprüfen. Ob die Mittel, die wir hineinstecken, sowie der Output in Richtung Rio 2016 auf Linie sind. Wir werden in der Betreuersituation und in der Trainingsgestaltung mit Sicherheit etwas ändern.“

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