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Judo-EM in Montpeller: Graf holt Bronze, Drexler auf Platz 5, Unterwurzacher auf Platz 7

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JUDO - EJU EM 2014Der zweite Wettkampftag der Judo-Europameisterschaft in Montpellier (FRA) brachte heute die zweite Medaille für Österreich. Nachdem sich gestern Sabrina Filzmoser (LZ Multikraft Wels) in der Kategorie -57 kg mit Bronze ihre neunte EM-Medaille holen, schaffte auch heute die Innsbruckerin Bernadette Graf (JZ Innsbruck) in der Kategorie -70 kg den Sprung auf das Podest. Im Kampf um Platz drei setzte sich Graf mit einer Yuko-Wertung gegen die 21jährige Französin Fanny Estelle Posvite (WL: 18) durch. Graf konnte somit nach Budapest 2013 auch in Montpellier 2014 Bronze gewinnen. Die Wienerin Hilde Drexler (Cafe+Co Vienna Samurai) und Kathrin Unterwurzacher (JZ Innsbruck) belegten heute in der Kategorie -63 kg den fünften und siebten Platz. Die männlichen Judoka Marcel Ott und Stefan Kuciara (beide -81 kg, Volksbank Galaxy Tigers) hatten kein Losglück und schieden frühzeitig aus. Schon gestern schaffte auch Ludwig Paischer (JU Raika Flachgau) mit Rang 7 einen Podestplatz.

Stimmen aus Montepellier (Frankreich) „Ich bin überglücklich, dass ich meinen Erfolg vom letzten Jahr wiederholen konnte“, zeigte sich Bernadette Graf mit dem Gewinn der zweiten EM-Medaille sehr erfreut. „Das Turnier hat relativ zäh angefangen. Erst im Laufe der Kämpfe bin ich auf Touren gekommen. Ich bin einfach überglücklich und freue mich schon auf die nächsten Herausforderungen“.

„Gestern erlebte ich einen wirklich, tollen Wettkampftag. Mit dem Sieg gegen Telma Monteiro war ich überglücklich“, so heute die neunfache EM-Medaillengewinnerin Sabrina Filzmoser. „Mit einer taktischen-guten Leistung, wenig Risiko, konnte ich mir dann meine ersehnte Medaille holen“.

Bronze, Platz 5 und 7 für Österreichs Damen

Bernadette Graf (JZ Innsbruck) hatte es in der Kategorie -70 kg nach einem Freilos in Runde zwei mit der Polin Katarzyna Klys, Vize-Europameisterin 2012, zu tun. Die Innsbruckerin (WL: 10) und EM-Dritte von 2013 behielt die Nerven und setzte sich über die Kampfzeit knapp mit 0:1 Shido durch. Im folgenden Kampf, der auch den Poolsieg bedeutete, kam schon nach einigen Sekunden das Aus. Die 26jährige Spanierin Maria Bernabeu (WL: 28) setzte bereits nach 7 Sekunden eine Wertung und gewann durch Ippon. Graf hatte danach in der ersten Hoffnungsrunde die 31jährige Juliane Robra (SUI), EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2012 und 2010, zur Gegnerin. In einem taktischen Kampf (beide erhielten 3 Shidos) konnte die Innsbruckerin mit einer Yuko-Wertung den Kampf für sich entscheiden. Schlussendlich krönte sie dann ihre heutige Leistung mit einem Sieg gegen die 21jährige Fanny Estelle Posvite (WL: 18) aus Frankreich. Mit einer einzigen Yuko-Wertung holte sie nach Budapest 2013 auch in Montpellier Bronze.

In der Kategorie -63 kg setzte sich die Wienerin Hilde Drexler (WL: 18) in Runde zwei (erste Runde Freilos) nach rund 90 Sekunden mit Ippon gegen die Schwedin Mia Hermansson durch. Im Kampf um den Poolsieg musste sich die Wienerin aber der Polin Agata Ozdaba mit Yuko geschlagen geben. Leider konnte Drexler bis zum Ende des Kampfes keine Technik anbringen. In der ersten Hoffnungsrunde hatte die Wiener aber wieder die Nase vorne. In einem ausgeglichenen Kampf setzte sich die EM-Dritte von 2011 gegen die 25jährige Weltranglisten-Fünfte Martyna Trajdos aus Deutschland schlussendlich mit 1:2 Shido durch. Im Kampf um Bronze stand ihr die zweifache WM-Bronzemedaillengewinnerin Anicka van Emden (WL: 4), die in der Vorrunde nur knapp Unterwurzacher bezwingen konnte, gegenüber. Auch der Kampf um Platz drei verlief knapp. Hilde Drexler konnte trotz großem Engagement keine Wertung landen, schlussendlich entschied der Kampf mit 1:3 Shido zugunsten der Holländerin. Die Wiener belegte somit den guten 5. Platz.

Auch Kathrin Unterwurzacher (WL: 7) konnte nach einem Freilos ihren ersten Kampf in der Kategorie -63 kg gegen die 22jährige Kroatin Andreja Dakovic (WL: 56) mit Waza-ari (zuvor Yuko) für sich entscheiden. Im Kampf um den Poolsieg stand der Innsbuckerin die zweifache WM-Bronzemedaillengewinnerin Anicka van Emden (WL: 4) gegenüber. In einem ausgeglichenen Kampf hatte leider Kathrin Unterwurzacher mit zwei Shido das Nachsehen. In der anschließenden ersten Hoffnungsrunde traf Unterwurzacher auf die 24jährige EM-Zweite Edwige Gwend aus Italien (WL: 14). Die Innsbruckerin sah lange als Siegerin aus, so führte bis knapp vor Schluss mit 1:2 Shido. Eine Unaufmerksamkeit kurz vor Schluss brachte schlussendlich der Italienerin noch einen Ipponsieg. Kathrin Unterwurzacher belegte somit den 7. Platz.

Schweres Los für Österreichs männliche Judoka

Die männlichen Vertreter Österreichs, beide Judoka bei den Volksbank Galaxy Tigers, hatten heute kein Losglück. Nach einem Freilos bekam es Debütant Stefan Kuciara (-81 kg) mit dem aktuellen Weltmeister und Weltranglisten-Zweiten Loic Pietri (FRA) zu tun. Derzeit eine unlösbare Aufgabe. Der Franzose zeigte seine Klasse und gewann nach nur 15 Sekunden mit Ippon. Unser zweites As in der Kategorie -81 kg, der Wiener Marcel Ott, kämpfte nach einem Freilos in Runde zwei gegen den Vize-Weltmeister von 2011, Srdjan Mrvaljevic (WL: 31) aus Montenegro. Obwohl er relativ rasch in den Kampf fand und auch der Aktivere war, setzte der Montenegre nach rund 2 Minuten eine überraschende Beintechnik und gewann mit Ippon.

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