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Krssakova überrascht in Düsseldorf

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Magda Krssakova erringt beim Grand Prix in Düsseldorf mit Rang fünf bis 63 kg das beste Resultat ihrer Karriere. Die 20-jährige Wienerin unterliegt nach Freilos, drei Siegen sowie einer Niederlage im Kampf um Rang drei der Deutschen Martyna Trajdos mit einer Waza-ari für eine Beintechnik.

Im Vorjahr führte Krssakova (Foto: Ferenci) zwischenzeitlich die Junioren-Weltrangliste an, heuer versucht sie sich, bei jener der Erwachsenen nach vorne zu kämpfen. Dort ist noch relativ viel Luft nach oben. Vor Düsseldorf belegte Krssakova Rang 103. Nach diesem Wochenende wird sie bereits unter den besten 80 liegen.

Im stark besetzten Feld von Düsseldorf erwischt sie mit einem Freilos sowie einem souveränem Ipponsieg (durch Ko-soto-gake) über Marcon Bezzina aus Malta ein relativ einfaches Auftaktprogramm.

Nach einem Festhalter-Sieg gegen die Schwedin Emma Barkeling muss sich die Österreicherin der Weltranglisten-Elften Miku Tashiro aus Japan mit einer Waza-ari-Wertung für eine Beintechnik (Ko-soto-gake) geschlagen geben. Nach einem kampflosen Trostrundensieg über die am Innenband verletzte Deutsche Vivian Herrmann unterliegt sie im Bronze-Kampf der deutschen Weltranglisten-Neunten Martyna Trajdos durch Waza-ari für eine Beintechnik (Ko-uchi-gari).

Trainer ist voll des Lobes

„Ich bin schwer begeistert, das hat mir echt imponiert“, meint Damen-Nationaltrainer Marko Spittka mehr als zufrieden. „Magda hat eine super motivierte Leistung gezeigt.“

Nach der Malteserin („Über die musst du einfach drüberkommen, wenn du nach vorne willst.“) habe sie sich gegen U23-Europameisterin Barkeling ganz genau an die vereinbarte Taktik gehalten. „Dass die Japanerin ein bisschen ein anderes Kaliber ist, liegt auf der Hand. Vor der haben auch unsere anderen 63erinnen Respekt“, so der Deutsche.

Krssakova meint zu ihrem Tag: „Soweit vorne zu landen, habe ich nicht erwartet. Ich habe von Kampf zu Kampf geschaut und mit dem notwendigen bisschen Glück konnte ich heute zeigen, dass ich bei den Großen mithalten kann.“

Daumendrücker im Kodokan

Die schon in Japan weilenden Sabrina Filzmoser, Kathrin Unterwurzacher, Hilde Drexler und Bernadette Graf verfolgten das Geschehen trotz (oder gerade wegen) der Zeitverschiebung via Live-Stream. „Wir haben ständig Motivations-Nachrichten von ihnen aus dem Kodokan bekommen“, verrät Spittka. „Sie haben sich alle total mitgefreut.“

Somit verfügt Österreich bis 63 kg nun über drei Athletinnen, die sich für Grand Prixs aufdrängen. Dort sind jedoch nur zwei Österreicherinnen pro Gewichtsklasse startberechtigt. „Aktuell ist Magda die Nummer drei, aber es wird bestimmt nicht überall eine jede kämpfen“, erklärt der Trainer.

Kleiner Dämpfer für Krssakova: Sie galt als Aspirantin für die Europaspiele in Baku. Nachdem die EJU am Samstag jedoch beschloss, in deren Rahmen die diesjährige EM auszutragen, werden nun aller Voraussicht nach Unterwurzacher und Drexler dorthin geschickt. „Nichtsdestoweniger hat sie aus meiner Sicht mit dem heutigen Ergebnis die Qualifikation für die Universiade geschafft“, ergänzt Spittka.

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