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GS Tokio – Das Mutterland des Judo öffnet seine Pforten

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Von Freitag bis Sonntag öffnet Japan die Pforten seiner berühmten Dojos für die Weltelite. Mit von der Partie beim wichtigsten Judoevent am Ende des Jahres sind vier ÖsterreicherInnen.

Der einzige österreichische Mann auf der Tatami wird Ludwig Paischer in der Gewichtsklasse bis 60kg sein. Der Olympia-Silbermedaillist von 2008 sammelte bei den letzten zwei Wettkämpfen in Mauritius und Qingdao wichtige Weltranglistenpunkte. Paischer scheint in guter Form zu sein und möchte auch in Tokio wieder anschreiben. Sein Gegner in der ersten Runde, Hirofumi Yamamoto aus Japan, war Juniorenweltmeister (2009) und gewann schon zweimal den Grand Slam von Tokio (2010, 2011). Zudem ist er der Sieger des Kodokan-Cups 2014-15. In der Weltrangliste ist er jedenfalls nicht einmal im Top 300, was ein wenig Vorteil für den Österreicher bedeutet.

Sabrina Filzmoser in der -57 kg-Kategorie kämpft am Freitag im Tokyo Metropolitan Gymnasium um die zweite Grand Slam Medaille im heurigen Jahr. Bei jedem der vier bereits ausgetragenen Grand Slam (Anm. Baku, Tyumen, Paris, Abu Dhabi) platzierte sich die zweifache Europameisterin unter den Top-8. Im Olympiaranking liegt sie sicher im Feld der direktqualifizierten Sportlerinnen. Sabrina Filzmosers Gegnerin in der ersten Runde ist Camilla Minakawa aus Israel, die Nummer 32 der Weltrangliste (Filzmoser rangiert an 8. Stelle), sie gewann zwar den Panamerikanischen Cup 2012, aber heuer konnte sie noch kein herausragendes Ergebnis erzielen.

Die Saison von Hilde Drexler (-63 kg)verlief solide, die Wienerin gewann heuer zwei Grand-Prix-Silbermedaillen (Tashkent, Samsun). Die Mittelgewichtlerin hat im Kampf um die olympische Quote eine gute Platzierung (14.) und möchte sich noch weiter hocharbeiten, da die derzeit pausierende Tirolerin Kathrin Unterwurzacher vor ihr liegt. Die Gegnerin der talentierten Buchautorin heisst in der ersten Runde Tserenadmid Tsend-Ayush. Die Mongolin steht nur zwei Plätze vor Hilde Drexler in der Weltrangliste. Sie belegte heuer schon beim Grand Slam von Tyumen den zweiten Platz, und gewann auch den Grand Prix von Ulaanbaatar.

In der Kategorie -63kg startet auch U-23 Österreichische Meisterin Magda Krssakova. Die Judoka des JC Sirvan feiert GS-Premiere. In diesem Jahr holte sie bereits den fünften Platz beim Grand Prix von Düsseldorf und gilt als eines der großen Nachwuchstalente des österreichischen Damenjudo. Krrsakova verbrachte die letzten Monate in Tokio, wo sie beim Firmenklub Komatsu in einer der stärksten Trainingsgruppen der Welt mittrainiert. Für Magda wird die Anreise also nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Krssakovas Gegnerin kommt aus Ecuador, heißt Estefania Garcia und steht momentan auf dem 22. Platz in der Weltrangliste. Sie ist die erste panamerikanische Meisterin aus Ecuador. Trotzdem ist unsere Debütantin gegen sie alles andere als chancenlos.

Ansonsten wird in Tokio bei einem der größten Highlights des Judojahres ein starkes Starterfeld erwartet. Es wird alles andere als leicht für die europäischen Judoka, da Japan als Gastgeberland vier KämpferInnen pro Kategorie nennen darf. Und da wir von der Mutter aller Judonationen sprechen, könnten alle diese vier japanischen Judoka um Medaillen kämpfen. Wir können somit einem spannenden Judo-Wochenende entgegen fiebern.

Alle Ergebnisse der ÖsterreicherInnen wie gewohnt auf twitter zu verfolgen: @JudoAustria

Tagesberichte gibt es dann auf unserer Facebookseite.

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