Weltmeisterschaft

„Wir wollen hoch hinaus!“

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Die ersten Welttitelkämpfe im neuen Olympia-Zyklus stehen vor der Tür. Bei den Weltmeisterschaften in Budapest (28. August bis 3. September) steht der ÖJV mit einer schlagkräftigen achtköpfigen Truppe am Start. Das große Ziel: Edelmetall.

Anlässlich des bevorstehenden Großereignisses lud der ÖJV deshalb am heutigen Mittwoch zu einer Pressekonferenz im 20. Stock des Raiffeisenhauses in Wien. Bei traumhafter Aussicht auf die Bundeshauptstadt standen die nominierten Athleten, die Bundestrainer und Sportdirektor Markus Moser den Journalisten Rede und Antwort. ORF Sport plus übertrug die Pressekonferenz live.

Österreichs WM-Aufgebot ist aufgrund eines Innenband-Einrisses bei Aaron Fara (-100 kg) dezimiert. Der 20-Jährige fällt zudem für die U21-Europameisterschaften aus. Auf Medaillenjagd gehen somit vier Damen und vier Herren. „Es ist üblich, dass die Teams am Beginn eines Olympia-Zyklus neu geformt werden. Die Weltmeisterschaften in Budapest sind daher eine erste große Standortbestimmung auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Es ist wichtig, zu sehen, wo wir derzeit stehen“, so Markus Moser, der die WM als erste Etappe auf dem Weg „hoch hinaus“ sieht.

Die größeren Medaillenchancen im österreichischen Team werden den Damen eingeräumt. „Die Chancen sind diesmal sehr gut, das haben die Vorergebnisse gezeigt. Es wurde schon ein großer Leistungsschritt gemacht“, erklärte Damen-Bundestrainer Marko Spittka, für den auch die Trainingsaufenthalte in Japan sehr bedeutend waren: „Die Kontakte nach Japan sind sehr gut, wir werden diese Freundschaft hoffentlich noch oft nutzen können.“ Kathrin Unterwurzacher, Magdalena Krssakova und Bernadette Graf fuhren in der laufenden Saison bereits Siege auf World-Tour-Ebene ein. Routinier Sabrina Filzmoser schaffte in Cancun als Dritte den Sprung auf das Podest. Die Oberösterreicherin steht unmittelbar vor ihrer zwölften WM-Teilnahme. Filzmoser war es auch, die 2010 das letzte WM-Edelmetall für Österreich gewann.

Das Herren-Team ist mit einem Altersschnitt von 21,5 Jahren äußerst jung. Mit Lukas Reiter, Laurin Böhler und Stephan Hegyi stehen gleich drei WM-Debütanten im WM-Kader. Olympia-Teilnehmer Daniel Allerstorfer ist mit 24 Jahren der Routinier im Herren-Team. „Für uns steht es im Vordergrund, Erfahrung zu sammeln. Es ist jedenfalls viel möglich. Wir haben die Qualität, auch Große zu schlagen. Mit etwas Glück erreichen wir eine Platzierung, dann wären wir sehr zufrieden“, meinte Herren-Bundestrainer Patrick Rusch. Auch er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem japanischen Team, insbesondere die „vielen verschiedenen hochwertigen Trainingspartner.“

 

Zeitplan

Vorrunde jeweils ab 10 Uhr (außer Sonntag: 9 Uhr), Finalblock ab 16 Uhr

Montag, 28. August 2017: Damen -48 kg, Herren -60 kg

Dienstag, 29. August 2017: Damen -52 kg, Herren -66 kg

Mittwoch, 30. August 2017: Damen -57 kg, Herren -73 kg
mit Sabrina Filzmoser und Lukas Reiter

Donnerstag, 31. August 2017: Damen -63 kg, Herren -81 kg
mit Kathrin Unterwurzacher, Magdalena Krssakova

Freitag, 1. September 2017: Damen -70 kg und -78 kg, Herren -90 kg
mit Bernadette Graf

Samstag, 2. September 2017: Damen +78 kg, Herren -100 kg und +100 kg
mit Laurin Böhler, Daniel Allerstorfer, Stephan Hegyi

Sonntag, 3. September 2017: Mixed-Team-Bewerb

 

Die Pressekonferenz ist eine Woche lang in der ORF-TVthek abrufbar:
http://tvthek.orf.at/profile/Pressekonferenz-vor-der-Judo-Weltmeisterschaft/13887040

Live-Ergebnisse von den Weltmeisterschaften finden Sie unter www.ippon.org! Unter www.ippon.tv gibt es einen Livestream!

 

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