Weltmeisterschaft

Kein Freund von Rechnereien

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Bevor es am Montag bei der WM in Astana ernst wird, noch der letzte Teil unserer Vorstellungen. Diesmal mit jenem Duo, welches am Samstag, also dem letzten Einzelwettkampftag, drankommt: Christoph Kronberger und Daniel Allerstorfer.

Christoph Kronberger – Der WM-Debütant

Der Polizist ist der einzige WM-Debütant im österreichischen Aufgebot. Eine besondere Anspannung fühle er deshalb aber nicht. Zumal Kronberger ohnehin nicht der Typ für großes Nervenflattern ist.

Was er sich vorgenommen hat für seine erste WM, ist relativ simpel: „Einfach besser kämpfen als bei den Europaspielen.“ Seine Auftakt-Niederlage in Baku gegen den Dänen Fredi Jörgensen bezeichnet der 26-Jährige schlicht als „den schlechtesten Kampf meiner Karriere“.

Insgesamt haben für die WM 816 Kämpfer aus 129 Nationen gemeldet. Darunter auch einige „Exoten“, weshalb die WM-Starterfelder für gewöhnlich nicht so eine enorme Dichte aufweisen wie etwa bei Europameisterschaften. Ob ihm die WM entgegenkommen könnte, da die Wahrscheinlichkeit dort größer ist, einen schlagbaren Auftaktgegner zu bekommen, will Kronberger nicht bejahen: „Weil bei mir oft gilt: Umso stärker der Gegner, desto befreiter und stärker kämpfe ich. Von daher ist es mir egal.“ Und aussuchen kann man es sich bekanntermaßen sowieso nicht.

Die Fakten zu Christoph Kronberger:

Gewicht: bis 100 kg
Wettkampftag: Sa., 29. August
Geboren am 29. März 1989
Klub: JU Flachgau
Weltrangliste: Platz 54
Olympia-Quali: derzeit nicht qualifiziert

Ergebnisse 2015:
Platz 3 European Open Rom

Daniel Allerstorfer – Kein Freund von Rechnereien

Der Oberösterreicher legte nach der WM im vergangenen Jahr eine Reihe von guten Ergebnissen auf der World Tour hin, die ihn in eine gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte der Olympia-Quali brachten. Diesen Schwung vermochte der 22-Jährige jedoch nicht ins Frühjahr mitzunehmen.

Die in den letzten Wochen gute Vorbereitung stimmt den Heeressportler nun jedoch positiv, dass er für heuer eine Trendwende einläuten kann. „Wir haben richtig gut gearbeitet, individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse eines jeden“, schildert Allerstorfer.

Als großen Showdown für die Olympia-Qualifikation sieht er die WM nicht: „Man wird sich auch ohne gutes WM-Resultat für Rio qualifizieren können, aber richtig fette Punkte würden natürlich nicht schaden“, spricht er von einer „einfachen Quali-Arithmetik“. Nichtsdestoweniger will er das Olympia-Gerede aber gar nicht zu sehr in den Vordergrund rücken. „Wenn wir einmal das ganze Quali-Gerechne weglassen: Es ist schließlich die WM, das ist DER Jahres-Höhepunkt!“ Mehr müsse er nicht mehr sagen.

Die Fakten zu Daniel Allerstorfer:

Gewicht: über 100 kg
Wettkampftag: Sa., 29. August
Geboren am 4. Dezember 1992
Klub: UJZ Mühlviertel
Weltrangliste: Platz 27
Olympia-Quali: derzeit qualifiziert

Ergebnisse 2015:
Platz 7 Grand Prix Zagreb
Platz 7 European Open Sofia

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