Weltmeisterschaft

Quintett am Dienstag und Mittwoch unplatziert

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Lukas Reiter (-73 kg) und Sabrina Filzmoser (-57 kg) sind am Dienstag bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio als erste ÖJV-Aktive im Einsatz gewesen. Beide verpassten eine Platzierung. Am Mittwoch schieden WM-Debütant Shamil Borchashvili (-81 kg) sowie Kathrin Unterwurzacher und Magdalena Krssakova (beide -63 kg) unplatziert aus.

Shamil Borchashvili (-81 kg) besiegte bei seinem WM-Debüt nach einem Freilos den Polen Damian Szwarnowiecki mit Ippon. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale musste er sich dem Usbeken Sharofiddin Boltaboev geschlagen geben. In der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm setzte sich Magdalena Krssakova zum Auftakt mit einer Waza-ari-Wertung gegen die Ecuadorianerin Estefania Garcia durch. In der zweiten Runde unterlag die Wienerin Kiyomi Watanabe von den Philippinen mit Waza-ari. In der selben Kategorie verlor Kathrin Unterwurzacher nach einem Freilos gegen die Chinesin Tang Jing vorzeitig.

Der Niederösterreicher Reiter schaffte im altehrwürdigen Nippon Budokan zwei Kampfsiege. Zunächst überraschte er mit einem Ippon-Erfolg gegen Dirk van Tichelt, den belgischen Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2016. In der zweiten Runde ließ der 23-Jährige einen weiteren Ippon-Sieg gegen den unter der Flagge des Judoweltverbandes startendenden Fares Badawi folgen. Der Einzug ins Achtelfinale blieb Reiter nach einer Waza-ari-Niederlage gegen den Italiener Fabio Basile, der 2016 Olympiagold in der Kategorie bis 66 Kilogramm gewonnen hatte, verwehrt. „Lukas hat stark gekämpft. Bei seinen beiden Siegen ist er sehr souverän aufgetreten. Von Basile ist er geworfen worden und der Wertung dann nachgelaufen, aber auch gegen ihn hat er sich gut präsentiert“, erklärte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Die 39-jährige Sabrina Filzmoser unterlag bei ihrer 14. WM-Teilnahme in der ersten Runde der jungen Sarah Cysique. Die Französin ging mit Waza-ari in Führung und beendete den Kampf 14 Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit mit einer Ippon-Wertung. „Nachdem Sabsi mit Waza-ari in Rückstand geraten war, hat sie mehr riskiert. Das war auch notwendig, allerdings hat die Gegnerin das zur Ippon-Wertung genutzt“, so Moser.

Am Donnerstag greifen aus österreichischer Sicht die Weltranglistenvierte Michaela Polleres (-70 kg) sowie die WM-Debütanten Johannes Pacher und Marko Bubanja (beide -90 kg) in Tokio ins Wettkampfgeschehen ein. Die Niederösterreicherin Polleres bekommt es zum Auftakt mit der Siegerin der Begegnung zwischen Karene Agono Wora aus dem Gabun und der Irin Megan Fletcher zu tun. Pachers erster Kontrahent ist Mohamed Hashim Hayari aus Jordanien. Für Bubanja geht es zunächst gegen den Peruaner Daryl Yamamoto Servan.

Bernadette Graf, Laurin Böhler, Aaron Fara und Stephan Hegyi bestreiten ihre Einzelwettkämpfe am Freitag bzw. Samstag. Im Mixed-Teambewerb, der 2020 seine Olympiapremiere feiert, trifft Österreich am Sonntag in der ersten Runde auf Frankreich.

Zeitplan

Donnerstag, 29. August 2019: -70 kg, -90 kg
Freitag, 30. August 2019: -78 kg, -100 kg
Samstag, 31. August 2019: +78 kg, +100 kg
Sonntag, 1. September 2019: Mixed-Teambewerb

Foto: IJF/Mayorova

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