Weltmeisterschaft

Allerstorfer nimmt gute Punkte mit

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Im Bereich ihrer Möglichkeiten bewegen sich Österreichs Judoka am letzten Tag der WM-Einzelbewerbe in Astana (KAZ). Für Daniel Allerstorfer (über 100 kg) ist nach einem Freilos und einem Sieg im Achtelfinale gegen den Vorjahres-Finalisten Ryu Shichinohe (JPN) Endstation. Christoph Kronberger (bis 100) muss sich bei seinem WM-Debüt gleich zum Auftakt dem höher eingeschätzten Toma Nikiforov (BEL) beugen. Unterm Strich stehen für Österreichs Judoka ein fünfter Platz durch Bernadette Graf sowie drei weitere Achtelfinal-Einzüge (Sabrina Filzmoser, Kathrin Unterwurzacher, Allerstorfer) zu Buche.

Daniel Allerstorfer geht mit Vize-Weltmeister Ryu Shichinohe über die vollen fünf Minuten. Der Japaner setzt sich zwar nur mit einer Yuko-Wertung (für Uchi-mata) durch, bestimmt das Duell aber vor allem im Griffkampf klar. „Wir haben schon dreimal ein Trainingslager bei seinem Universitäts-Team in Tokio abgehalten. Von da kenne ich ihn schon ziemlich gut, sonst wäre es beim Yuko sicher nicht geblieben“, wusste Allerstorfer um die Qualitäten seines asiatischen Gegenübers.

Eine Runde zuvor lieferte der 22-jährige Mühlviertler bei seinem Sieg über Yerzhan Shynkeyev (KAZ) eine gute taktische Leistung ab. „Wichtig war, dass er die erste Strafe kassiert“, so Allerstorfer. Das setzte den dreifachen Bronze-Gewinner bei Asienmeisterschaften vor heimischer Kulisse unter Druck. Allerstorfer konterte Shynkeyev auf eine Waza-ari-Wertung und trieb ihn infolge bis zur vierten Sido-Bestrafung hoch, was die Disqualifikation bedeutete.

Mehr Punkte als bei einem Titel in Oberwart

Für den Einzug ins Achtelfinale erhält der Heeressportler 108 Punkte für die Weltrangliste und die Olympia-Qualifikation (momentan wäre er qualifiziert). Zum Vergleich: Das ist eine bessere Ausbeute, als er beispielsweise für einen ersten Platz beim Heim-Turnier in Oberwart (100 Pkt) im kommenden Februar erhalten würde.

Allerstorfer freute sich naturgemäß über die Zähler, noch mehr aber über den gewonnenen Kampf, aus dem er Selbstvertrauen schöpft. „Zuletzt ist es überhaupt nicht nach Wunsch gelaufen, da tut das sehr gut. Generell glaube ich, dass das Männer-Team die Talsohle überwunden hat. Auch wenn wir es bei dieser WM noch nicht so zeigen konnten“, berichtet Allerstorfer von zuletzt merkbaren Fortschritten im Training.

Herren-Coach Patrick Rusch war mit den Leistungen am Samstag ebenfalls nicht unzufrieden: „Positiv bei Daniel ist, dass er zum Schluss gegen einen Weltklasse-Mann wie Shichinohe noch zusetzen konnte. Denn heuer hat er schon oft drei Minuten gut mitgekämpft und hinten raus dann aber nachgelassen. Das war heute nicht der Fall. Selbes gilt für den Kampf gegen Shynkeyev.“

Schwerer Brocken für Kronberger

Für Christoph Kronberger endet sein WM-Debüt bereits in der ersten Runde, was mitunter der schweren Auslosung geschuldet ist. Im Duell zwischen der Nummer 54 der Weltrangliste und der Nummer zwölf, namens Toma Nikiforov aus Belgien, zieht der Österreicher den Kürzeren. Nach vier Minuten kommt der Favorit mit einem sehenswerten Wurf (Koshi-guruma) durch, für den es Ippon gibt.

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„Die Taktik war, dass ich mich in den ersten zwei Minuten darauf konzentriere, meinen Griff durchzusetzen. Erst danach, wenn seine Power schon etwas nachlässt, soll ich dann Gas geben“, erläutert der Salzburger die mit Rusch vereinbarte Marschroute. Das hatte auch nicht so schlecht geklappt, die beiden Shido-Bestrafungen schienen zu diesem Zeitpunkt verschmerzbar. „Bei seinem Wurf habe ich den Fehler gemacht, dass ich in die falsche Richtung gegangen bin“, so der 26-Jährige, der heuer bereits bei den European Open in Rom gegen Nikiforov gekämpft hatte. „Wenn man es mit dem damaligen Duell vergleichen möchte, habe ich einen kleinen Schritt nach vorne gemacht.

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