European Open

Unterwurzacher siegt in Oberwart

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Kathrin Unterwurzacher wurde beim European Open in Oberwart in der Klasse bis 63 Kilogramm ihrer Favoritenrolle gerecht. Die topgesetzte Tirolerin präsentierte sich beim stark besetzten Weltranglistenturnier in guter Form. Auch Magdalena Krssakova (ebenso -63 kg) wusste zu überzeugen: Sie belegte den siebenten Rang.

Nach einem Freilos in der ersten Runde setzte sich Unterwurzacher gegen die Russin Valentina Kostenko mit einer Waza-ari-Wertung knapp durch. Im Viertelfinale ging die Olympia-Siebente von Rio de Janeiro frühzeitig als Gewinnerin von der Matte: Nach nicht einmal zwei Minuten Kampfzeit besiegte sie Lindsay Tsang Sam Moi mit Ippon. Auch im Semifinale ging es gegen die Brasilianerin Yanka Pascoalino nicht über die volle Kampfzeit. Die Krönung folgte schließlich mit einem Ippon-Sieg durch Festhaltegriff im Finale gegen Kiyomi Watanabe (PHI).

„Ich hatte zwar Startschwierigkeiten, hab dann aber immer besser ins Turnier gefunden. Jetzt bin ich natürlich überglücklich“, so Unterwurzacher unmittelbar nach ihrem Triumph. ÖJV-Bundestrainer Marko Spittka ist mit Unterwurzachers Leistung hochzufrieden: „Sie hat beim ersten Kampf erst ins Turnier finden müssen, aber wenn sie mal drin ist, ist sie fast nicht mehr zu schlagen“, sagt Spittka stolz. „Auch die Tatsache, dass sie mit dem Druck des Heimturniers so gut umgehen konnte, bringt sie wieder ein Stück nach vorne.“

Magdalena Krssakova musste nach zwei Siegen im Viertelfinale gegen die starke Philippinin Kiyomi Watanabe, die vergangenes Wochenende beim Grand Slam in Paris Dritte wurde, ihre erste Niederlage hinnehmen. In der Hoffnungsrunde platzten schließlich nach einer Ippon-Niederlage gegen die Spanierin Isabel Puche ihre Träume vom Podestplatz beim Heimturnier.

Die jungen österreichischen Damen mussten schon früh im Bewerb das Aus hinnehmen. Mara Kraft, Sarah Wiesenhofer (beide -48 kg), Olivia Taroncher, Pamela Neubauer (beide -52 kg) und Asimina Theodorakis (-57 kg) scheiterten jeweils in ihren Auftaktkämpfen. Selbiges Schicksal ereilte auch Eleftheria Theodorakis in der Klasse bis 63 Kilogramm. Susanne Lechner (-63 kg) schaffte einen Auftaktsieg gegen die Belgierin Sandrine Billiet, schied in Runde zwei jedoch gegen Karolina Talach (POL) aus. Nationaltrainer Matthias Karnik sieht noch viel Potential nach oben: „Es waren einige ausgeglichene Kämpfe, die wir durchaus gewinnen hätten können. Ich hoffe nun, dass der Funke durch Kathrins Sieg auch auf die jungen Athletinnen überspringt.“

BSO-Präsident Minister a. D. Rudolf Hundstorfer wohnte der Finalsession in Oberwart bei und nahm auch eine Siegerehrung vor.

Morgen greift aus österreichischer Sicht mit Michaela Polleres (-70 kg) nur mehr eine Athletin ins Wettkampfgeschehen ein.

Herren verpassen Spitzenplätze in Rom
Während die Damen an diesem Wochenende in Oberwart auf die Matte steigen, tun es ihnen die Herren beim European Open in Rom gleich. Für die Österreicher lief der erste Wettkampftag nicht nach Wunsch. Kimran Borchashvili (-60 kg) und Mathias Czizsek (-73 kg) scheiterten nach einem Freilos in der zweiten Runde. Christopher Wagner und Lukas Reiter (-73 kg) mussten in der ersten Runde das Aus hinnehmen.

Coach Patrick Rusch hält fest: „Die Jungen brauchen die Kämpfe auf diesem Niveau. Heuer und nächstes Jahr ist diesbezüglich ein Entwicklungsjahr“, so der Trainer, der ergänzt: „Wir hoffen auf morgen. Da sollten wir schon was machen.“ Morgen ruhen die Hoffnungen auf Marcel Ott (-81 kg), Johannes Pacher (-90 kg), Maximilian Hageneder, Laurin Böhler, Aaron Fara, Christoph Kronberger (alle -100 kg) und Stephan Hegyi (+100 kg).

Foto: Oliver Sellner

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