Europameisterschaft

Polleres EM-Siebente in Minsk

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Michaela Polleres hat am zweiten Tag der Judo-EM im Rahmen der Europaspiele in Minsk Rang sieben in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm belegt. Shamil Borchashvili (-81 kg) gelangen bei seinem EM-Debüt zwei Siege, er blieb aber wie Lukas Reiter (-73 kg), Magdalena Krssakova und Kathrin Unterwurzacher (beide -63 kg) unplatziert.

Polleres zog nach einem Freilos und einem Golden-Score-Sieg gegen Barbara Timo aus Portugal ins Viertelfinale ein. In diesem musste sie sich der Polin Daria Pogorzelec im Golden Score geschlagen geben. In der regulären Kampfzeit hatten beide Kämpferinnen je eine Waza-ari-Wertung erzielt. In der Verlängerung kassierte die Niederösterreicherin das dritte Shido. In der Hoffnungsrunde wäre ein Sieg gegen Anna Bernholm nötig gewesen, um in den Bronzekampf einzuziehen. Die Schwedin ging allerdings mit Ippon als Siegerin von der Matte. „Michi konnte in einer Zitterpartie im Golden Score den ersten Kampf gewinnen. Die Kondition und Mobilisation reichte im zweiten Kampf nicht aus, um gegen die Polin zu gewinnen. In der rasch folgenden Hoffnungsrunde war Michi noch nicht voll da und verlor am Boden gegen die Schwedin“, sagte Damen-Bundestrainer Marko Spittka.

Shamil Borchashvili (-81 kg) besiegte bei seinem EM-Debüt in seinem Auftaktkampf den Montenegriner Srdjan Mrvaljevic. In der zweiten Runde gelang dem 24-Jährigen gegen Ivan Petr aus Tschechien ein Ippon-Sieg. Der Viertelfinal-Einzug blieb ihm nach einer Niederlage gegen den starken Bulgaren Ivaylo Ivanov verwehrt. Borchashvili musste dabei 32 Sekunden vor Ende des Kampfes das dritte Shido hinnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war Ivanov bereits mit einer Waza-ari-Wertung voran gelegen. „Der Montenegriner hatte in der Vergangenheit schon einige Erfolge, den muss man erst schlagen. Den Tschechen hat Shamil dann Ippon geworfen. Gegen Ivanov hat er bis zum Schluss gefightet. Mit dem dritten Shido bin ich nicht ganz einverstanden. Man kann Shamil nach dieser Leistung keinen Vorwurf machen“, erklärte Herren-Bundestrainer Patrick Rusch.

In der Kategorie bis 63 Kilogramm unterlag Magdalena Krssakova nach einem Freilos Alice Schlesinger (GBR) mit Ippon. Gewichtsklassen-Kollegin Kathrin Unterwurzacher verlor ihren Erstrundenkampf gegen Inbal Shemesh aus Israel mit Waza-ari. „Magda und Kathrin hatten die Nerven zum Ende des Kampfes nicht im Griff“, meinte Spittka. Lukas Reiter (-73 kg) forderte in Runde eins den italienischen Olympiasieger Fabio Basile und musste sich erst im Golden Score geschlagen geben. Basile hatte 2016 in Rio in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm gesiegt. „Mit der Leistung von Lukas bin ich zufrieden. Im Golden Score ist wurde ihm ein Würger zum Verhängnis. Körperlich sind unsere Jungs gut in Schuss“, so Rusch.

Am Sonntag ruhen die österreichischen Judo-Hoffnungen auf Fahnenträgerin Bernadette Graf (-78 kg), Marko Bubanja (-90 kg), Aaron Fara (-100 kg), Stephan Hegyi und Daniel Allerstorfer (beide +100 kg).

Zeitplan

Montag, 24. Juni 2019
Frauen: -78 kg, +78 kg
Männer: -90 kg, -100 kg, +100 kg

Dienstag, 25. Juni 2019
Mixed-Teambewerb

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