Europameisterschaft

Zweites EM-Edelmetall für Hegyi

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Stephan Hegyi hat am Montag im Rahmen der Europaspiele in Minsk die zweite EM-Medaille seiner Karriere gewonnen. Der 20-jährige eroberte in der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm Bronze. Damit setzte Hegyi auch eine stolze Serie der österreichischen Judoka fort: Seit 2013 gab es für Rot-Weiß-Rot bei jeder EM Edelmetall.

Im Kampf um Bronze behielt Hegyi gegen Vize-Weltmeister Ushangi Kokauri aus Aserbaidschan die Oberhand. Der Wiener ging schon in der Anfangsphase des Kampfes mit Waza-ari in Führung, legte später aber noch eine Ippon-Wertung nach, die ihm vorzeitig den Erfolg sicherte. Südstadt-Athlet Hegyi war mit einem Freilos ins Turnier gestartet und hat dann den Deutschen Sven Heinle kurz vor Ende der regulären Kampfzeit mit Ippon bezwungen. Im Viertelfinale musste sich der Wiener dem Niederländer Henk Grol vorzeitig beugen. Den darauffolgenden Hoffnungsrundenkampf gegen den Polen Maciej Sarnacki entschied der EM-Bronzemedaillengewinner von Tel Aviv 2018 mit Ippon für sich. „Die zweite EM-Bronzene in Serie für Stephan, das ist schon eine kleine Sensation. Er hat das sehr souverän gemacht. Im Bronzekampf ist er rasch mit Waza-ari in Führung gegangen und hat den Vize-Weltmeister dann festgehalten. Einzig Grol hat ihn im Viertelfinale gleich erwischt“, erklärte Herren-Bundestrainer Patrick Rusch.

Die restlichen Österreicher blieben am Montag unplatziert. In der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm feierte Daniel Allerstorfer einen Auftaktsieg gegen Johannes Frey. Der Deutsche hatte nach nur einer Minute die dritte Shido-Bestrafung bekommen. Im Achtelfinale unterlag der Oberösterreicher dem starken Niederländer Roy Meyer. „Dani hatte einen super Auftaktkampf“, erklärte Rusch. Bernadette Graf (-78 kg) musste nach einem Freilos gegen die spätere Europameisterin Klara Apotekar aus Slowenien das Aus im Golden Score hinnehmen. „Die Slowenin war jetzt zum dritten Mal in Folge Auftaktgegnerin von Bernadette. Wir haben hier das richtige Konzept noch nicht gefunden. Nach sechs Jahren in Folge mit EM-Medaillen für die Damen war es heuer nicht unsere EM. Der Saisonhöhepunkt wird die WM in Tokio sein“, meinte Damen-Bundestrainer Marko Spittka.

Erstrundenniederlagen gab es für Aaron Fara (-100 kg) und EM-Debütant Marko Bubanja (-90 kg). Fara verlor gegen Danilo Pantic (MNE) mit Ippon, Bubanja schied gegen David Klammert (CZE) aus. „Marko war schon mit Waza-ari in Führung ist dann noch geworfen worden. Aaron hat einen guten Kampf geliefert, allerdings wurde ihm eine Unachtsamkeit zum Verhängnis“, betonte Rusch. Am Sonntag hatte Michaela Polleres (-70 kg) als Siebente für die einzige Platzierung der österreichischen Damen gesorgt. Im morgigen Mixed-Teambewerb bekommt es die rot-weiß-rote Equipe zum Auftakt mit Deutschland zu tun. „Vielleicht war es ja ein gutes Omen, dass unsere beiden Schwergewichtler heute zwei Deutsche besiegt haben“, so der Herren-Coach. Die Aufstellung wird erst unmittelbar vor dem Bewerb bekanntgegeben.

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