Europameisterschaft

EM U23 – Viermal Platz 5

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Stephan Hegyi (SC Hakoah, +100kg) erkämpft sich bei seiner ersten EM U23 den fünften Platz.

Der erst 18-jährige Wiener Stephan Hegyi zeigt bei der Judo Europameisterschaft U23 im israelischen Tel Aviv eine starke Leistung und kämpft sich im 16-Mann großen Starterfeld bis zum Kampf um die Bronzemedaille vor. Nach einem Auftaktsieg gegen den Russen Musa Tumenov, unterliegt der Neo-Heeressportler im Viertelfinale Anton Rudnyk (UKR). Über einen Sieg in der Hoffnunsrunde gegen den Serben Zarko Culum löste Stephan Hegyi sein Ticket für den Finalblock. Gegen den dort wartenden Juur Spijkers (NED) hatte Stephan Hegyi bereits viermal gekämpft – Zwei Siege und zwei Niederlagen. Der Wiener startet motiviert in den Kampf und zwingt dem Niederländer ein Shido auf. Eine Minute vor Schluss nützt Spijkers eine taktische Nachgiebigkeit von Stephan Hegyi aus und wirft ihn Ippon. Somit beendet auch der Schwergewichtler das Turnier auf dem fünften Platz.

Johannes Pacher (Volksbank Galaxy Tigers, -90kg) siegte in seinem ersten Kampf mit Ippon, unterlag jedoch in der nächsten Runde dem Weißrussen Varapayeu. Laurin Böhler (LZ Vorarlberg, -100kg), Max Hageneder (Union Kirchham, -100kg) und Michaela Polleres (JC Wimpassing, -70kg) verlieren jeweils ihre Auftaktkämpfe.

Kimran Borchashvili (Multikraft Wels, -60kg), Mathias Czizsek (Volksbank Galaxy Tigers, -66kg) und Magdalena Krssakova (JC Srivan, -63kg) erkämpfen sich fünfte Plätze bei der Judo Europameisterschaft U23 in Tel Aviv.

Nach starken Einzelkämpfen stehen Kimran Borchashvili, Magdalena Krssakova und Mathias Czizsek im Halbfinale des letzten europäischen Individualhöhepunkts im heurigen Jahr. Die Judo Europameisterschaften U23 sind mit 321 Sportlern aus 40 Nationen die größten U23-Meisterschaften auf europäischer Ebene.

Die Wienerin Magdalena Krssakova startet mit zwei Auftaktsiegen gegen Greci (ITA) und Herrmann (GER) wie erwartet in die kontinentalen Titelkämpfe. Im Halbfinale trifft die Heeressportlerin auf die spätere U23-Europameisterin Lucy Renshall (GBR). Nach einem spannenden Kampf mit vielen Aktionen auf beiden Seiten verliert die Heeressportlerin erst im Golden Score mit Waza-ari. Im Kampf um Platz Drei wartet die Russin Diana Dzhigaros, gegen die sie beim Grand Prix in Zagreb nach Führung verloren hatte. Leider sollte die Wienerin auch diesesmal nicht siegreich von der Matte steigen: Eineinhalb Minuten vor Schluss erwischte die Russin Magdalena Krssakova mit einer Kontertechnik und beendete den Kampf vorzeitig.

In der Leichtgewichtskategorie bis 60kg zeigt Kimran Borchashvili eine starke Leistung und kämpft sich beherzt mit Siegen über Angelo Pantano (ITA) und Jorre Verstraeten (BEL) ins Halbfinale vor. Letzteren Kampf gewinnt der Welser dank seiner starken Physis im Golden Score. In der Runde der besten Vier fordert er dem späteren Europameister aus Russland Sakhavat Gadhziev einiges ab und musste sich erst nach Ablauf der Zeit geschlagen geben. Der deutsche Marcel Bizon sollte der Gegner sein, der zwischen dem erfolgreichsten Bundesligakämpfer 2016 und seiner ersten Medaille bei einem Großevent steht. Eine frühe Yuko-Wertung des Deutschen war jedoch trotz zweier Shido nicht mehr aufzuholen womit sich Kimran Borchashvili mit Platz Fünf zufrieden geben muss.

Die Überraschung des ersten Wettkampftages lieferte der erst 17-jährige Mathias Czizsek. Mit Siegen über Biagio Stefanelli (ITA) und Bogdan Iadov (UKR) zog der Wiener ins Viertelfinale ein. Dort besiegte er den israelischen Lokalmatador und Publikumsliebling Alexander Raskopine und sicherte sich seinen Platz unter den letzten Vier. Der um fünf Jahre ältere Deutsche Manuel Scheibel kämpfte eine taktisch gut geführte Partie und entschied das Halbfinale lediglich mit einem Shido für sich. Die Seminalfinalniederlage sicherte dem Südstadtsportler einen Platz im Kampf um Platz Drei. Trotz einer guten Leistung reichte es an diesem Tag gegen den Dritten der Junioren-EM in Malaga, Nils Stump (SUI) nicht aus um eine Medaille zu ergattern.

„Bei drei Halbfinali am Ende des Tages keine Medaille mit nach Hause zu nehmen, ist natürlich ärgerlich. Jeder der Sportler hat an diesem Tag zweimal die Medaille verloren. Aber die gezeigten Leistungen zeigen, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht“, fasst Sportkoordinator Markus Moser zusammen.

Lukas Reiter (JC Wimpassing, -73kg), Christopher Wagner (Volksbank Galaxy Tigers, -73kg) und Mara-Tabea Kraft (Shiai-Do Thermenregion, -48kg) unterliegen ihren Kontrahenten bereits in den ersten Kämpfen.

Am Samstag, dem zweiten Tag der EM U23 in Tel Aviv kämpfen die schweren Kategorien. Für Österreich sind am Start: Michaela Polleres (JC Wimpassing, -70kg), Johannes Pacher (Volksbank Galaxy Tigers, -90kg), Maximilian Hageneder (Union Kirchham, -100kg), Laurin Böhler (LZ Vorarlberg, -100kg) und Stephan Hegyi (SC Hakoah, +100kg).

Die Vorrunden starten um 10:00 Uhr, der Finalblock um 16:30 Uhr Ortszeit!

Hier der Livestream und die Ergebnisse!

 

Am Freitag und Samstag findet der letzte Individualhöhepunkt des heurigen Jahres, die Europameisterschaft U23 in Tel Aviv statt. Mit acht Männern und drei Frauen stellt Österreich ein großes und schlagkräftiges Team.

1992 kämpften in Jerusalem die Junioren um die europäischen Kontinentaltitel. Trotz der Beliebtheit der Sportart und dem enormen Erfolg (2 Medaillen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro) fand in Israel seit dem kein bedeutendes internationales Großevent mehr statt. Das soll sich heuer ändern: Nach 24 Jahren Pause richtet Tel Aviv an diesem Wochenende das letzte Individualevent des heurigen Jahres, die Judo Europameisterschaft U23 aus. Das Teilnehmerfeld von 321 AthletInnen aus 40 Nationen ist das Größte seit Jahren. Mit Beka Gviniashvili (GEO), Khammo Iakiv (UKR) und Ivaylo Ivanov (BUL) finden sich auch Rio-Olympiastarter in den Startlisten und heben das Event auf internationales Top-Level.

Christopher Wagner (Volksbank Galaxy Tigers, -73kg) ist nach seiner Bronzemedaille bei den Junioren-Europameisterschaften im September mit ordentlich Selbstvertrauen nach Tel Aviv geflogen. Sein männlicher Kollege, der Vorarlberger Laurin Böhler (LZ Vorarlberg, -100kg) konnte mit einer Weltcup- und einer Grand Prixmedaille einen starken Herbst in seine Bücher eintragen und ist voll motiviert diese Serie nicht abreißen zu lassen. Die Wienerin Magdalena Krssakova (JC Sirvan, -63kg) möchte nach ihren durchgehenden Erfolgen von einer Europacup-, drei European Open- und einer Grand Prix Medaille nun den gebührenden Abschluss in Tel Aviv feiern. Die Leichtgewichter Mara-Tabea Kraft (Shiai-Do Thermenregion, -48kg) und Kimran Borchashvili (Multikraft Wels, -60kg) starten aufgrund ihrer Erfolge in der Europacup-Serie auf der Setzposition Drei in das Turnier.

Das Männerteam wird durch U18-Vize-Europameister Mathias Czizsek (Volksbank Galaxy Tigers, -66kg), 73kg-Staatsmeister Lukas Reiter (JC Wimpassing), U21-Europacup-Medaillist Johannes Pacher (Volksbank Galaxy Tigers, -90kg), dem Bronzemedaillengewinner des European Cup Belgrad Max Hageneder (Union Kirchham, -100kg) und dem Schwergewichtstalent und EYOF-Sieger Stephan Hegyi (SC Hakoah, +100kg) komplettiert. Die U21-Seriengewinnerin Michaela Polleres (JC Wimpassing, -70kg) finalisiert das österreichische Kontingent.

Die Vorrunden starten morgen Freitag um 08:00 Uhr, der Finalblock beginnt um 15:30 Uhr. Am Samstag steigen die schweren Judoka erst um 09:00 Uhr auf die Matten, der Finalblock bleibt unverändert um 15:30 Uhr (alle Angaben Österreich Zeit).

Alle Kämpfe können live mitverfolgt werden und die vollständige Auslosung kann man hier abrufen!

Wir wünschen dem Österreichischen Team viel Erfolg bei der Europameisterschaft U23 in Tel Aviv!

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