Europameisterschaft

EM in Tel Aviv als voller Erfolg

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Die sechste EM mit zumindest einer Medaille in Folge, die erste Herren-Medaille bei kontinentalen Titelkämpfen seit 2010: Michaela Polleres (bis 70 kg) und Stephan Hegyi (über 100 kg) sorgten mit ihren Bronzemedaillen bei den Europameisterschaften in Tel Aviv für Furore. Dazu machten Platz fünf durch Sabrina Filzmoser (bis 57 kg) sowie zwei siebente Plätze durch Tina Zeltner (bis 63 kg) und Aaron Fara (bis 100 kg) die EM zu einem vollen Erfolg. Dementsprechend positiv fällt auch die Bilanz von ÖJV-Präsident Dr. Hans Paul Kutschera aus: „Ich freue mich über das starke Teamergebnis mit zwei Medaillen und drei Top-8-Platzierungen bei dieser Europameisterschaft.“

Für Stephan Hegyi (SC Hakoah), mit 19 Jahren der Jüngste im ÖJV-Aufgebot, war es ebenso wie für die 20-jährige Michela Polleres (JC Wimpassing) die erste Medaille bei einem Großereignis der allgemeinen Klasse. Der Südstadt-Athlet hatte im U18-Bereich jeweils EM- und WM-Bronze erobert, in der U21 sogar EM- und WM-Silber. Polleres gewann U18-EM-Silber, bei U21-Europameisterschaften erkämpfte die Niederösterreicherin Silber und Bronze, bei der WM dieser Altersklasse zudem Bronze. Auch bei der U23-EM war die Athletin des JC Wimpassing mit Silber erfolgreich. Dass besonders die jüngsten Athleten in Tel Aviv zugeschlagen haben, erfreut auch den Präsidenten: „Sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen haben die jüngsten SportlerInnen die Medaillen erkämpft, das stimmt für die Zukunft positiv“, so Kutschera, der bereits langfristig plant: „Wir werden Richtung Tokio 2020 die letzten Weichen stellen und vor allem in Richtung Paris 2024 neue weitere Akzente setzen, um unsere SportlerInnen noch weiter zu entwickeln.“ Die Qualifikationsphase für die Sommerspiele 2020 in Tokio beginnt Ende Mai.

Hauchdünn an ihrer zehnten EM-Medaille schrammte Grand Dame Sabrina Filzmoser (LZ Multikraft Wels) vorbei. Die 37-Jährige verpasste Edelmetall um einen einzigen Kampfsieg und belegte letztlich Rang fünf. Ebenso stark präsentierten sich Tina Zeltner und Aaron Fara (beide JC Wimpassing). Als jeweils Siebente stellten sie damit sicher, dass mehr als die Hälfte des ÖJV-Aufgebots eine Platzierung erreichte.

Nicht nach Wunsch verlief die EM für Magdalena Krssakova (bis 63 kg, JC Sirvan), Christopher Wagner (VB Galaxy Tigers), Lukas Reiter (beide bis 73 kg, JC Wimpassing) und Laurin Böhler (bis 100 kg, LZ Vorarlberg). Das Quartett blieb unplatziert.

Foto: ÖJV/Oliver Sellner

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