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ÖJV-Herren legen in Rom einen Podestplatz nach

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christoph-kronberger-final-four-ferenciNach den Siegen von Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf bei den European Open in Oberwart legen die Herren beim gleichzeitigen Herren-Event in Rom einen dritten Platz bis 100 kg durch Christoph Kronberger nach. Für den Salzburger ist es sein erstes Podest auf der World Tour. Erfrischendes Nachspiel für Trainer Rusch.


„Unsere Umstellungen am Trainer-Sektor zahlen sich bereits aus“, kommentiert ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera zufrieden das erfolgreiche Wochenende. Seit Jahresbeginn übernahm ja Patrick Rusch das Traineramt bei den ÖJV-Herren. Der bisherige Chefcoach Marko Spittka konzentriert sich seither auf die Damen.


In Rom verkaufte sich das ohne die A-Kader-Athleten (Paischer, Allerstorfer) angetretene ÖJV-Team am zweiten Tag beachtlich teuer. Allen voran Christoph Kronberger (Foto: Ferenci).


Der 25-Jährige unterlag nach knappen Siegen über Domenico Di Giuda (ITA/erst in der Verlängerung) und Jakub Zarzeczny (POL/nach Rückstand festgehalten) zwar im Viertelfinale dem späteren Zweiten Toma Nikiforov (BEL), zog durch einen vorzeitigen Sieg über Peter Paltchik (ISR/mit vier Bestrafungen) aber in den Kampf um Bronze ein. In diesem rang der Polizist den Japaner Ryutaro Goto taktisch clever mit 2:1 in Bestrafungen nieder.


Rusch muss ins Wasser


„Bis auf den ersten und dritten Kampf war ich heute sehr zufrieden mit meiner Leistung“, so Kronberger, der seit einigen Monaten in den Leistungssportkader der Polizei aufgenommen wurde. „Das spielt eine große Rolle. Schließlich macht es einen Unterschied, ob du 4-5 Mal oder 10-12 Mal pro Woche trainieren kannst und zusätzlich für die Trainingslager freigestellt wirst.“


Für Trainer Rusch war es in seiner neuen Tätigkeit ebenfalls das erste Podest. Allerdings mit einem recht erfrischenden Nachspiel. „Es war ausgemacht, wenn wir eine Medaille machen, muss ich ins Wasser“, schmunzelt der Vorarlberger, der bei der Wassertemperatur von gefühlten 14 Grad spricht.


Rang sieben durch Hageneder


Von den weiteren Österreichern lässt Max Hageneder (bis 100 kg) bei seinem erst zweiten World-Tour-Einsatz mit Rang sieben und zwei gewonnen Kämpfen aufhorchen. „Der war danach völlig fertig, weil er drei Kämpfe praktisch nacheinander hatte“, so Rusch.


Bis 90 kg holt Laurin Böhler nach Sieg über Soltan Murat Goguev im Achtelfinale gegen Lee Kyu-Won einen frühen Waza-ari-Rückstand nicht mehr auf. „Da fehlt unseren Jungen noch die notwendige Erfahrung im Männerbereich. Jugend und Junioren sind halt schon noch Welpenschutzprogramm“, weiß Rusch.


Max Schneider scheitert bis 81 kg nach Freilos und Sieg über Jakub Kubieniec (POL) gegen Roman Moustopoulos (GRE) knapp am Viertelfinaleinzug. Ohne Kampfgewinn bleibt diesmal Marko Bubanja. Der 19-Jährige darf sich aber wie bereits vor einer Woche in Sofia mit dem koreanischen Olympiasieger Kim Jae-Bum messen. Diesmal allerdings gleich in der ersten Runde. Bubanja verkauft sich recht ordentlich und muss sich dem Ausnahmekönner lediglich mit 2:3 in Bestrafungen geschlagen geben. Ein Vorschritt zu vergangener Woche, wo er vorzeitig wegen vier Bestrafungen disqualifiziert wurde. Rusch zum heutigen Duell: „Wenn der den Olympiasieger-Bonus nicht hat, sieht es mit den Strafen auch anders aus.“


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