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Unterwurzacher sorgt für 1. ÖJV-Gold in Oberwart

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Kathrin-Unterwurzacher-oberwart-2015-520x250Kathrin Unterwurzacher gewinnt die Judo European Open in Oberwart. Die Tirolerin schlägt nach einem Freilos und drei Kampfsiegen im Finale der Klasse bis 63 kg die Japanerin Miho Minei. Bei der fünften Auflage des World-Tour-Turniers im Südburgenland ist es nach Silber für Filzmoser (2013) und Bronze für Ott (2014) erst der dritte Podestplatz für den ÖJV.


Dabei ist bei Unterwurzacher wegen einer Erkältung bis nach dem Aufwärmen nicht klar, ob sie überhaupt auf die Matte geht. Letztlich gibt sie aber doch grünes Licht. „Wenn du erst einmal deine Gegner gesehen hast, kannst du dich nicht einfach zu den Fans auf die Tribüne setzen“, grinst die 22-Jährige.


Die Weltranglisten-Sechste brilliert zunächst am Boden. Nach einem Freilos hält sie im Achtelfinale die Russin Larisa Cherepanova fest und hebelt eine Runde später die Britin Amy Livesey ab. Das Halbfinale gegen die Ungarin Szabina Gercsak entscheidet sie ebenfalls mit Festhalter für sich. Der Goldkampf gegen Minei wird zum Thriller, den sie mit 2:1 in Bestrafungen gewinnt.


„Es ist unglaublich! Vor einer Woche bin ich noch krank im Bett gelegen. Auch in den letzten Tagen konnte ich nur das Notwendigste machen, um auf das Wettkampfgewicht runterzukommen“, so Unterwurzacher, die sich über die lautstarke Unterstützung in der Oberwarter Halle freut.


Mitgefreut hat sich auch Damen-Nationaltrainer Marko Spittka. „Heute Morgen habe ich ihren Start noch für keine gute Idee gehalten. Nicht ganz fit und nicht gerade viele Punkte – das hat nicht clever ausgesehen. Aber ein Heim-Turnier zu gewinnen, ist dann freilich doppelt schön“, so der Deutsche.


Auch Zeltner kann nicht starten


In den leichten Klassen, bis 48 und bis 52 kg, müssen die World-Tour-Debütantinnen Mara Tabea Kraft und Nicole Herbst Lehrgeld bezahlen. Erstere wird von der Türkin Ebru Sahin, die 2013 bereits einen Grand Slam gewann, mit einem linken Innenschenkelwurf (Uchimata) ipponisiert, Herbst von der Spanierin Laura Bajo abgehebelt.


Bis 57 kg muss nach Sabrina Filzmoser (bei Hilfsprojekt), Narges Mohseni (rekonvaleszent) auch Tina Zeltner wie befürchtet wegen einer Muskelverletzung im Nacken ihren Start zurückziehen. „Bei mir hatte sich eine Rippe verschoben, was dazu geführt hat, dass die Muskulatur vollkommen verspannt war. Ich kann zwar Judo machen, aber wenn jemand den Griff im Nacken setzt oder mich am Boden einpackt, kann ich mich kaum wehren“, sagt die Niederösterreicherin.


Somit geht bis 57 kg aus österreichischer Sicht nur Desiree Klinger auf die Matte. Die 21-jährige Vorarlbergerin wird in ihrem erst zweiten World-Tour-Turnier von der 27-jährigen Chinesin Liu Yang (mit Sangaku) festgehalten.


Krssakova schlägt Tremblay


In der Klasse bis 63 kg sind neben Unterwurzacher noch drei weitere Österreicherinnen mit dabei. Magda Krssakova beginnt stark, kontert die heuer in die 63-kg-Kategorie raufgewechselte Stefanie Tremblay (CAN) zu einer Ippon-Wertung nach hinten. Im darauffolgenden Achtelfinale wird die 20-Jährige jedoch von der Zweiten der letztjährigen Asienspiele, Yang Junxia (CHN), nach einem Yuko-Rückstand festgehalten. „Da ich meinen ersten Kampf auf der World Tour gewinnen konnte, bin ich nicht unzufrieden, aber gegen die Chinesin wäre mehr drinnen gewesen. Ich wusste, dass sie stark am Boden ist“, analysiert Krssakova.


Hilde Drexler hat Erstrundengegnerin Katiejemima Yeatsbrown zwar zweimal im Armhebel, bringt die bewegliche Britin aber nicht zum Abklopfen. Eine in einer schwachen Anfangsphase erhaltene Passivitäts-Bestrafung kann die Wienerin trotz druckvollen Schlussspurts nicht mehr wettmachen und verliert letztlich nur wegen des einen Shidos. „Das war keine gute Leistung von mir. Ich war von sehr intensiven Wochen noch zu müde. Die notwendige Spritzigkeit hat gefehlt“, schildert Drexler.


Marlies Priesner verliert ihren Erstrundenkampf gegen die Britin Lucy Renshall. Bei einem eigenen Konterversuch gibt die Gallneukirchnerin die letztlich entscheidende Yuko-Wertung durch eine Beintechnik (O-uchi-gari) ab.


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