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„Gemeinsame Arbeit zeigt Früchte“ – Qualität und Quantität der Leistungen nehmen zu

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2008Vorstand_KutscheraHansPaulÖJV-Präsident Dr. Hans Paul Kutschera zieht Bilanz über das vergangene Jahr und blickt mit großem Interesse auf das kommende Jahr 2014. Der ÖJV setzt weiterhin in Zusammenarbeit mit allen Kräften auf eine kontinuierliche und professionelle Kader- und Nachwuchsarbeit in Richtung Rio 2016. Auf internationaler Funktionsebene darf man mit dem seit Dezember 2012 in Wien untergebrachten Head Office des Europäischen Judoverbandes (EJU) sehr zufrieden sein.
ÖJV: Herr Präsident, das Jahr 2013 ist aus der Sicht des Judosports zu Ende, Zeit ein Resümee zu ziehen. Wie sehen sie als Präsident des Österreichischen Judoverbandes das vergangene Sportjahr 2013?
Präsident Kutschera: Sportlich können wir sehr zufrieden sein. Die Leistungen unseres Elite-Teams waren ausgesprochen positiv, auch wenn es zwischendurch auch Leistungstiefs gegeben hat. Im Großen und Ganzen haben wir uns aber als Team mit den arrivierten Judoka Sabrina Filzmoser, Ludwig Paischer und Hilde Drexler sowie den nun schon in der Weltspitze angekommenen jungen Judoka wie Bernadette Graf, Kathrin Unterwurzacher, Tina Zeltner sowie Marcel Ott und Daniel Allerstorfer einen positiven Ruf in der internationalen Judowelt gemacht. Auch wenn wir bei den letzten Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro keine Medaille erreicht haben, ist dort möglicherweise ein neuer Stern des österreichischen Judosports aufgegangen. Der Wiener Marcel Ott konnte mit Platz sieben erstmals aufzeigen, neben den genannten Damen eine wertvolle Option für Rio 2016. Das Team hat sich in den Bereichen Qualität und Quantität verbessert und mit tollen Leistungen aufhorchen lassen. Unser Ziel ist es nun die Leistungen zu stabilisieren.

ÖJV: Mit Dezember 2012 wurde mit Marko Spittka ein neuer Bundestrainer installiert. Wie sehen sie dessen Aufgabe und wie schätzen sie die dadurch die Entwicklung des österreichischen Judosports ein?
Präsident Kutschera: Ich kann nur zufrieden sein. Ich schätze seine Art und Weise kontinuierlich und konsequent an die Sache heranzugehen. Seine Philosophie gemeinsam mit den Stützpunkten, Vereinen und Trainern am Gesamtwerk österreichischer Judosport zu feilen hat sich schon heuer wie erwähnt mit zahlreichen Erfolgen und positiven Ergebnissen niedergeschlagen. In Summe können wir gespannt sein, wie wir gemeinsam den Weg in Richtung Rio 2016 gehen und welche Dimension noch das Nationalteam in seiner Qualität und Quantität annehmen wird.
ÖJV: Herr Präsident, Sie haben bereits Rio 2016 angesprochen, das große Ziel des österreichischen Sommersports. Der ÖJV kann mit der Unterstützung des Bundes zufrieden sein!
Präsident Kutschera: Als Präsident des ÖJV bin ich natürlich hoch zufrieden, dass mit Sabrina Filzmoser, Bernadette Graf und Kathrin Unterwurzacher drei Athletinnen im Spitzensport-Kader sowie mit Tina Zeltner und Hilde Drexler zwei weitere Judoka im Hope-Kader aufscheinen. Nachdem dieser Rio 2016-Kader einer laufenden Beobachtung unterzogen wird, bin ich mir sicher, dass wir auch weitere Judoka an diese österreichische Spitzensportförderung heranführen werden. Mit Marcel Ott steht ja schon ein weiterer heimischer Judoka vor den Türen.
ÖJV: Sie haben indirekt schon die Nachwuchsförderung des ÖJV angesprochen. Was sagen Sie zu den Leistungen im vergangenen Jahr und was können Sie uns zu den Bestrebungen und Vorhaben für das neue Jahr sagen?
Präsident Kutschera: Das letzte Jahr brachte uns im Nachwuchsbereich nicht nur fünf Medaillen bei U-23, U-21 sowie U-18-Welt- und Europameisterschaften, sondern auch viele wertvolle Platzierungen und Leistungen. Um diese positive Entwicklung noch zu verstärken, haben wir uns entschlossen, im folgenden Jahr budgetmäßig im Bereich der U-21 einen Schwerpunkt zu setzen. Ich glaube somit, dass wir in unseren Bestrebungen, sowohl das Nationalteam wie auch die aufstrebenden Kräfte optimal zu unterstützen, auf dem richtigen Weg sind.
ÖJV: Herr Präsident, im Dezember 2012 wurden Sie in Budapest zum Vize-Präsidenten der EJU gewählt. Daraufhin wurde in Wien ein Head Office errichtet. Wie sehen Sie seit damals die Entwicklung?
Präsident Kutschera: Diese Konstellation gibt uns die Möglichkeit vor allem auf europäischer Ebene mitzuwirken und zu gestalten. Dies beinhaltet nicht nur die Weiterentwicklung des Judosports im Gesamten, sondern u.a. die Administration von über 100 europäischen Events (Turniere, Trainingslager, Seminare,…) im Zusammenhang mit vertraglichen Fixierungen u.a. in den Bereichen Organisation und Marketing. Einen großen Dank gebührt hier unserem Head-Office-Leiter Dr. Martin Poiger und seinem Team.
ÖJV: Österreich genießt auch im internationalen Judosport den Ruf ein verlässlicher Gastgeber von Veranstaltungen zu sein. Was erwartet uns im neuen Jahr?
Präsident Kutschera: Schon vom 7. bis 17. Jänner versammeln sich wiederum in Mittersill beim EJU-Trainingslager rund 700 nationale und internationale Größen aus rund 35 Nationen. Bereits vom 15. bis 16. Februar kommt es zum European Open der Männer in Oberwart und vom 31. Mai bis 1. Juni zum traditionellen European Cup der Junioren in Leibnitz. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle noch die zahlreichen regionalen Turniere und Trainingslager. Selbstverständlich kann ich hier nicht alle Trainingslager und Events aufzählen, möchte aber die Gelegenheit nutzen, mich bei unzähligen Veranstaltern, Funktionären und Vereinen für ihr Engagement zu bedanken.
ÖJV: Herr Präsident, ein Highlight aus österreichischer Sicht war heuer sicherlich die Judo-Bundesliga. Sie selbst waren beim Finale UJZ Mühlviertel gegen Volksbank Galaxy Tigers in Ottensheim anwesend!
Präsident Kutschera: Ich glaube, dass die österreichische Judo-Bundesliga – es gibt ja auch eine zweite Liga – für unsere Kadersportler eine wertvolle Ergänzung zum internationalen Alltag ist. Dank der Berichterstattung durch ORF Sport plus im eigens eingerichteten Judo-Magazin konnten im heurigen Jahr von allen neun Runden interessante Beiträge dem interessierten Publikum übermittelt werden. Das Finale UJZ Mühlviertel gegen Volksbank Galaxy Tigers, wo nach 2011 die Wiener erneut Meister wurden, war sicherlich eine besonders wertvolle Werbung für den österreichischen Judosport.
ÖJV: Herr Präsident, wollen Sie noch abseits der erwähnten Punkte einige Anmerkungen machen?
Präsident Kutschera: In der letzten Vorstandssitzung konnte der Vorstand des ÖJV zwei neue Mitarbeiter für den Leistungssport beginnend mit Jänner 2014 gewinnen: Matthias Karnik folgt Gernot Wenzel als verantwortlicher Trainer der U-18 nach, Markus Moser wird neuer Sportkoordinator und somit unseren Bundestrainer optimal unterstützen. Im Bereich der Trainerausbildung wurden heuer 30 neue Instruktoren (Lehrwarte) in der ÖJV-Familie begrüßt.
Abschließend darf ich mich bei allen Mitarbeitern, Funktionären, Trainern, Kamprichtern, Freunden sowie Unterstützern, wie Sportministerium, Bundesheer, Sporthilfe und Medien herzlich bedanken. Ich wünschen allen alles Gute für die bevorstehenden Feiertage und ein erfolgreiches neues Jahr 2014.
Anhang (1):
Internationale Medaillen des österreichischen Judosports (2013):
EM (allg. Klasse): Silber für Sabrina Filzmoser (-57 kg, LZ Multikraft Wels); Bronze für Bernadette Graf (-70 kg, JZ Innsbruck);
U-23-EM: Gold für Kathrin Unterwurzacher (-63 kg, JZ Innsbruck);
U-23-EM: Silber für Daniel Allerstorfer (+100 kg, Union JZ Mühlviertel);
U-21-EM: Bronze für Magdalena Krssakova (-63 kg, JC Sirvan Wien);
U-18-WM: Bronze für Marko Bubanja (-81 kg, Café + Co. Vienna Samurai/ÖLSZ Südstadt);
U-18-EM: Bronze für Maximilian Schneider (Volksbank Galaxy Judo Tigers/ÖLSZ Südstadt);
EYOF: Bronze für Maximilian Schneider (Volksbank Galaxy Judo Tigers/ÖLSZ Südstadt);

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