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„Gemeinsam einen großen Schritt nach vorne“ – Verletzung von Filzmoser ein Wermutstropfen – Platz fünf im Teambewerb der Frauen

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Silber für die 32-jährige Sabrina Filzmoser (bis 57 kg), Bronze für die 20-jährige Bernadette Graf (bis 70 kg), sowie zwei fünfte Plätze durch Hilde Drexler (bis 63 kg) und Ludwig Paischer (bis 60 kg) unterstreichen die Leistungsstärke des österreichischen Judosports. Mit den Teambewerben gingen heute die 62. adidas Judo-Europameisterschaften in Budapest zu Ende. 360 Judoka, 231 männliche und 129 weibliche VertreterInnen aus 44 Nationen Europas, kämpften um die begehrten Titel. Die Mannschaft rund um ÖJV-Präsidenten Hans Paul Kutschera und Bundestrainer Marko Spittka wünschte der unglücklich-verletzten Sabrina Filzmoser alles Gute für die Genesung und ein baldiges Wiedersehen.

„Ich bin mit den Ergebnisse bei den Europameisterschaft in Budapest sehr zufrieden. Es zeigt sich, dass die älteren und jüngeren Judoka sich unter dem neuen Bundestrainer zu einem homogenen Team entwickelt haben. Besonders bei den weiblichen Judoka können wir optimistisch in die Zukunft blicken. Es ist schade, dass Sabrina Filzmoser ihren weiteren Medaillen-Erfolg nicht zur Gänze geniessen konnte. Ich wünsche ihr an dieser Stelle eine gute Besserung“, betonte ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera.

„Wir können defintiv mit den Ergebnissen der EM zufrieden sein. Die Athleten haben zum Großteil die Chancen genutzt, zwei Medaillen, zwei fünfte Plätze sowie ansprechende Leistungen machen mich froh und zuversichtlich für die weitere Zukunft. Natürlich gibt es immer ein lachendes und weinendes Auge. Sabrina hat wieder zu ihrer Stärke gefunden, leider hat sie sich verletzt. Ich denke aber, als Kämpferin wird Sabrina ihren Weg finden“ so Bundestrainer Marko Spittka, selbst Olympiadritter 1996, in seinem Resümee. „Ich denke, wir haben alle gemeinsam einen Schritt nach vorne gemacht. In den kommenden Tagen werden wir alles nochmals ausgiebig analysieren. Gemeinsam mit den Heimtrainern in den regionalen Judozentren und Vereinen werden wir versuchen wieder einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Der Zusammenhalt im Team, der gegenseitige moralische Beistand der jungen und arrivierten Judoka, sind für mich ein Garant, dass wir uns weiterhin auf breiter Basis an die internationale Spitze herankämpfen werden“, so Spittka abschließend.

Die EM-Entscheidungen der weiteren Österreicher im Einzelbewerb:

Tina Zeltner (bis 57 kg) musste sich in einem harten Kampf nur knapp der Ukrainerin Shushana Hevondian geschlagen geben. Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg) unterlag im Einzelbewerb der Ungarin Szabina Gercsak, konnte sie jedoch im Teambewerb mit einem Waza-ari besiegen. Georg Reiter (bis 66 kg) besiegte zuerst mit Ippon den Moldavier Eugeniu Vreme, im zweiten Kampf musste er jedoch gegen den Weißrussen Dzmitry Shershan eine knappe Niederlage hinnehmen. Alexander Weichinger (bis 66 kg) schied mit Waza-ari gegen den Aserbaidschaner Nijat Shikhalizada aus. Peter Scharinger (bis 73 kg) schlug zuerst eindrucksvoll mit Ippon den Italiener Augusto Meloni, in der folgenden Runde konnte er sich leider gegen den Weißrussen Aliaxei Ramantschik nicht durchsetzen, eine einzige Yuko-Wertung entschied den Kampf. Marcel Ott (bis 81 kg) musste sich dem Slowaken Matus Milichovsky (Ippon) sowie Daniel Allerstorfer (+ 100 kg) dem Ungarn Barna Bor mit Ippon geschlagen geben.

EM-Teambewerb in Budapest – frühes out der Männer, Platz fünf für das Damenteam

Am 4. Tag der Judo-Europameisterschaften in Budapest fanden noch die publikums-interessanten Mannschaftsbewerbe der Frauen und Männer statt. Die Österreicher mussten ohne die routinierte Sabrina Filzmoser (verletzt) und krankheitsbedingt auf Tina Zeltner antreten. Die österreichischen Damen können stolz auf ihre Leistungen sein. Setzte es in der ersten Runde noch eine knappe 2:3 Niederlage gegen das russische Team, gewann man in Runde zwei gegen die Heim-Mannschaft aus Ungarn in eindrucksvoller Art und Weise 3:2. Im anschließenden Kampf um Platz drei gab es gegen den Nachbarn Deutschland eine klare Niederlage. Dies bedeutete schlussendlich aber den guten fünften Platz im Teambewerb der Frauen. Das Team der Männer hatte gegen die ukrainische Auswahl wenig Chancen. Schlussendlich gab es auch eine klare Niederlage.

Die Ergebnisse (im Detail):

Teambwerb der Frauen / 1. Runde: RUS – AUT (3:2)
(1:0), bis 52 kg: Yulia Ryzhova (Ippon, Waza-ari, Yuko) – Anna Dengg; (2:0), bis 57 kg: E. Valkova (Ippon) – Petra Steinbauer; (2:1), bis 63 kg: Martha Labazina (Vize-Europameisterin 2013) – Kathrin Unterwurzacher (Waza-ari); (2:2), bis 70 kg: Ekaterina Denisenkova – Bernadette Graf (Bronze-Gewinnerin 2013, Waza-ari); (3:2), + 70 kg: Anastasia Dmitrieva (Ippon) – Marianne Hollensteiner;

Teambewerb der Frauen / Hoffnungsrunde: AUT – HUN (3:2)
(1:0), bis 52 kg: Petra Steinbauer (Ippon mit 2 x Waza-ari) – P. Toth; (2:0), bis 57 kg: Anna Dengg (Waza-ari) – Katinka Szabo; (2:1), bis 63 kg: Kathrin Unterwurzacher (mit Juko geführt, danach Beingriff) – Szabina Gercsak (Ippon); (3:1), bis 70 kg: Bernadette Graf (Yuko) – Bernadett Baczko; (3:2), + 70 kg: Hedwig Lechenauer (ASV-ÖGJ Salzburg) – A. Meszaros (Ippon, zuvor Yuko);

Teambewerb der Frauen / Kampf um Platz drei: AUT – GER (0:5)
(0:1), bis 52 kg: Petra Steinbauer – Sappho Coban (Ippon); (0:2), bis 57 kg: Anna Dengg – Mareen Kraeh (Waza-ari, Juko); (0:3), bis 63 kg: Hilde Drexler (3 Shido) – Martyna Trajdos (1 Shido); (0:4), bis 70 kg: Kathrin Unterwurzacher – Laura Vargas-Koch (Ippon); (0:5), + 70 kg: Bernadette Graf – Luise Malzahn (Waza-ari);

Teambewerb der Männer / 1. Runde: UKR – AUT (5:0)
(1:0), bis 66 kg: Georgiy Zantaraia (Ippon, zuvor Yuko) – Georg Reiter; (2:0), bis 73 kg: Serhiy Drebot (Waza-ari) – Peter Scharinger; (3:0), bis 81 kg: Vitalii Dudchyk (Ippon, zuvor Yuko) – Marcel Ott; (4:0), bis 90 kg: Quedjau Nhabali (Ippon) – Manuel Reichmann (zuvor Waza-ari); (5:0), + 100 kg: Artem Bloshenko (Ippon) – Daniel Allerstorfer;

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