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„Erbrachte Leistungen unterstreichen Aufwärtstrend“ – Team hat sich international gut positioniert

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markoWir haben Marko Spittka, seit einem Jahr ÖJV-Bundestrainer für Frauen und Männer, zu einem Interview gebeten. Er ist hauptverantwortlich für alle Altersklassen.

ÖJV: Herr Bundestrainer, wie sieht ihr Resümee 2013 für die Allgemeine Klasse und U-23 aus?

Spittka: Im Grunde können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die jungen Athleten, wie Tina Zeltner, Kathrin Unterwurzacher, Bernadette Graf, Magdalena Krssakova, Daniel Allerstorfer und Marcel Ott konnten sich gut in der europäischen, zum Teil in der Weltspitze etablieren. Unsere erfahrenen Athleten wie Hilde Drexler, Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer behielten ihre Spitzenpositionen in der Weltrangliste und konnten sie zum Teil verbessern. In Summe unterstreichen die erbrachten Leistungen den Aufwärtstrend, in Summe hat sich das Team international gut positioniert.

ÖJV: Können Sie diese Erfolge ein wenig konkretisieren?

Spittka: Das Team konnte jeweils Siege, Podiumsplätze und Platzierungen bei Europacups, Weltcups, Grand Prix und Grand Slam erreichen. Ein zweiter Platz durch Sabrina Filzmoser und ein dritter Platz durch Bernadette Graf bei der EM 2013 in Budapest unterstreichen das positive Jahr. Mit dem dritten Platz bei der Universiade in Kazan von Kathrin Unterwurzacher konnte eine weitere junge Athletin sich international positionieren. ÖJV: Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Weltrangliste (Stand: 9.12.2013) wider! Spittka: Wir haben mit Ludwig Paischer (20), Sabrina Filzmoser (10), Bernadette Graf (8), Kathrin Unterwurzacher (12), Tina Zeltner (16) und Hilde Drexler (18) sechs Judoka unter den ersten 20 der aktuellen Weltrangliste. Auch Marcel Ott (40) und Daniel Allerstorfer (46) konnten sich bereits unter den Top 50 einreihen und etablieren. In Summe ist ein deutlicher Aufwärtstrend in Richtung Olympische Spiele 2016 zu erkennen, auch wenn die vergangene Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro als kleiner Wermutstropfen zu sehen sind, wo wir außer mit dem überraschenden Platz sieben durch Marcel Ott keine Platzierung erreichen konnten. In Summe ist kein Rückschritt erkennbar, im Gegenteil der österreichische Judosport kann mit der Entwicklung und dem Erreichten zufrieden sein. Zufrieden natürlich im Sinne einer positiven Entwicklung, auf der man in Richtung der nächsten Herausforderungen aufbauen kann und muss.

ÖJV: Das Sportjahr 2014 beinhaltet für den Judosport zahlreiche internationale Herausforderungen. Welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Spittka: Im Jahr 2014 wollen wir gemeinsam weitere Grundlagen schaffen, dass so viele Athletinnen und Athleten wie möglich in der Weltrangliste weiter nach vorne kommen. Schon jetzt versuchen wir mit konditionellen Schwerpunkten die Grundlage für das kommende lange und intensive Judojahr zu schaffen, stehen doch neben den Welt- und Europameisterschaften, den U-23-Europameisterschaften auch die beginnende Qualifikation für die kommenden Olympischen Sommerspiele Rio 2016 auf dem Programm.

ÖJV: Wie wollen Sie in weiterer Folge das Trainings- und Wettkampfjahr 2014 angehen?

Spittka: Schon 2013 hat die Symbiose aus erfahrenen Sportlern und der jungen aufstrebenden Garde Früchte getragen. Wir wollen in unserer 2013 beginnenden Vier-Jahres-Planung fortschreiten, in dem wir an der Kombination aus Trainingslagern in Altersklassen übergreifende Zusammenarbeit mit den regionalen Stützpunkten und Vereinstrainern festhalten werden. Neu ist hingegen, dass wir die Wettkampfplanungen für Frauen und Männern unterschiedlich ausrichten werden. Neben der weiteren Verbesserung der allgemeinen Leistungsvoraussetzungen im Bereich Kraft und Ausdauer, wird vor allem auf die Erweiterung des individuellen Profils und dessen Anwendung im Wettkampf eingegangen.

ÖJV: Was heißt dies nun für die zahlreichen aufstrebenden Kräfte?

Spittka: Die stärksten Sportler des U-21-Bereichs werden auch 2014 vereinzelt zu Maßnahmen der Allgemeinen Klasse eingeladen, so dass das Nationalteam im Bereich der Elite und KK2 weiter wachsen kann. Bereits 2013 konnte u.a. Magdalena Krssakova die Bronzemedaille bei den U-21-Europameisterschaften in Sarajevo gewinnen. Man sollte aber nicht unseren Nachwuchs vergessen, konnten wir doch im U-18-Bereich im vergangenen Jahr mit guten Leistungen überraschen. Bei den Europameisterschaften in Tallinn gab es durch Maximilian Schneider (Volksbank Galaxy Tigers) eine Bronzemedaille, durch Marko Bubanja (Judoclub café+co Vienna Samurai) und Patrick Ganselmayer (Union Budo Club Marchfeld) noch Platz fünf und sieben. Marko Bubanja holte bei der WM in Miami sogar Bronze. Schlussendlich gelang Maximilian Schneider beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Utrecht der dritte Platz, Lea Sixtl (JC Wimpassing) und Michaela Polleres (JC Wimpassing) belegten Platz sieben.

ÖJV: Besten Dank für das Gespräch.

Anhang (2):

Kader (Allgemeine Klasse) – Elite, KK2 und KK3

Sabrina Filzmoser (LZ Multikraft Wels), Tina Zeltner (JC Wimpassing Sparkasse), Hilde Drexler (Judoclub café+co Vienna Samurai), Kathrin Unterwurzacher (Judozentrum Innsbruck), Bernadette Graf (Judozentrum Innsbruck) sowie Ludwig Paischer (Judo Union Raika Flachgau), Marcel Ott (Volksbank Galaxy Judotigers) und Daniel Allerstorfer (UNION Judozentrum Mühlviertel);

Magdalena Krssakova (JC Sirvan Wien) und Stefan Kuciara (Volksbank Galaxy Judotigers);

Valentina Schauer (Judoclub café+co Vienna Samurai), Nicole Kaiser (UJZ Mühlviertel), Anna Dengg (Judoteam Shiai-do), Marlies Priesner (SV Gallneukirchen), Sarah Mairhofer (Judo Creativ Graz), Georg Reiter (UNION Judozentrum Mühlviertel), Alexander Weichinger (Volksbank Galaxy Judotigers), Driton Shala (UJZ Mühlviertel), Christian Zachar (Judoclub café+co Vienna Samurai), Andreas Tiefgraber (PSV Salzburg), Christian Kronberger (Judo Union Raika Flachgau), Nick Haasmann (Volksbank Galaxy Tigers), Peter Scharinger (UNION Judozentrum Mühlviertel), Stefan Kudera (Volksbank Galaxy Tigers), Bernhard Lang (Judoclub Wimpassing Sparkasse);

Wettkampfprogramm bis zum ersten sportlichen Höhepunkt (Jänner-März 2014) Europameisterschaften in Montpellier (FRA) vom 24.-27. April 2014, zuvor:

01. Februar: Österreichische Staatsmeisterschaften, 08.-09. Februar: IJF-Grand Slam in Paris (FRA), 15.-16. Februar: European Open (Männer) in Oberwart (AUT), 15.-16. Februar: European Open (Frauen) in Rom (ITA), 21.-23. Februar: IJF-Grand Prix in Düsseldorf (GER), 01.-02. März: European Open (Männer) in Prag (CZE), 01.-02. März: European Open (Frauen) in Warschau (POL), 21.-23. März: IJF-Grand Prix in Tblissi (GEO), 28.-30. März: IJF-Grand Prix Samsun (TUR);

danach beginnt die Olympia-Qualifikation, Weltmeisterschaften in Cheljabinsk (RUS) vom 25.-31. August 2014, zuvor:

01.-04. Mai: Grand Slam in Baku (AZE), 06.-08. Juni: Grand Prix Havanna (CUB), 07.-09. Juni: European Open (Frauen) (EST), 07.-09. Juni: European Open (Männer) (POR), 20.-22. Juni: Grand Prix in Budapest (HUN), 04.-06. Juli: Grand Prix Ulan Bator (MGL), 19.-21. Juli: Grand Slam in Tymen (RUS);

Nachwuchshoffnungen im U-21-Bereich:

Männer: Lorenz Wildner (Judo Creativ Graz), Lukas Reiter (JZ Wimpassing), Michael Zeltner (JZ Wimpassing), Marco Bubanja (Judoclub café+co Vienna Samurai), Maximilian Schneider (Volksbank Galaxy Tigers), Laurin Böhler (ULZ Hohenems Judo Vorarlberg) sowie Max Hageneder (Judo Kirchham);

Frauen: Nicole Kaiser (UJZ Mühlviertel), Mara Kraft (Judoteam Shiai-do), Sarah Strohmayer (Noricum Leibnitz), Nicole Herbst (Creativ Graz), Lisa Stelzer (Judo Galaxy Tigers), Melanie Beck (Judo Galaxy Tigers), Magdalena Krssakova (JC Sirvan) sowie in weiterer Folge auch Talente wie Hannah Köll (WSG Judo Wattens), Sarah Atzmüller (ASV-ÖGJ Salzburg), Lea Sixtl (JC Wimpassing), Maria Bornemann (Noricum Leibnitz), Susanne Lechner (Shiai-do), Christina Raffler (Judounion Raika Osttirol) und Katharina Lechner (Judoclub ASVÖ RB Grafendorf);

Highlights im Nachwuchsbereich:

19.-21. September: U-21-EM in Bukarest (ROM), 22.-26. Oktober: U-21-WM in Miami (USA), 14.-16. November: U-23-EM in Wroclaw (POL), 27.-29. Juni: U-18-EM in Athen (GRE), 17.-21. August: Youth Olympic Games (YOG) in Nanjing (CHN);

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