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Martin Poiger ist neuer ÖJV-Präsident

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IJF entzieht dem ÖJV die Durchführung der WM 2021

Der ÖJV teilt mit, dass der Weltverband IJF per Anwaltsschreiben am 11. Oktober „eine künftige weitere Vertragserfüllung durch den ÖJV zurückweist, insbesondere die Ausrichtung der Judo WM 2021 in Wien“, weil die 2. Rate nicht fristgerecht bezahlt worden ist. Der ÖJV konnte die 2. Rate, welche am 30. September fällig gewesen wäre, nicht bezahlen, weil der ÖJV seinen im Fördervertrag festgeschriebenen Verpflichtungen gegenüber dem Sportministerium nicht nachgekommen ist. 

Außerordentliche Generalversammlung und Neuwahl des Vorstandes des ÖJV

Die außerordentliche Generalversammlung des Österreichischen Judoverbands hat am 12. Oktober 2019 Dr. Martin Poiger zum neuen Präsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt ab sofort von Dr. Hans Paul Kutschera, der seit 2004 die Geschicke des ÖJV leitete. Der Rücktritt von acht Vorstandsmitgliedern im Rahmen einer Vorstandssitzung Anfang September machte eine Neuwahl notwendig. Kutschera selbst ist nicht mehr zur Wahl angetreten, es gab damit nur einen Wahlvorschlag. Dieser erhielt 100 Prozent der Stimmen.

Zur Person Martin Poiger: Der promovierte Betriebswirt leitet seit 2013 hauptberuflich das Headoffice der Europäischen Judo Union, das in Wien angesiedelt ist. Er war bereits seit 2008 als Technischer Direktor Stellvertreter Vorstandsmitglied im ÖJV, und zeichnete insbesondere für die Judo-Bundesliga und die in Österreich veranstalteten internationalen Turniere verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Bruder Roland ist er Organisator des jährlich stattfindenden European Judo Open in Oberwart.

Martin Poiger: „Es war nicht der Plan, in diesem Jahr Präsident zu werden, aber die Umstände haben mich bewogen, in dieser für den ÖJV schwierigen Situation die Verantwortung gemeinsam mit einem starken Team zu übernehmen. Das Wahlergebnis macht mich stolz und ist ein schönes Zeichen, dass Judo Österreich geeint hinter diesem Team steht. Selbstverständlich ist dieser Vertrauensvorschuss auch ein Auftrag, dem wir uns mit voller Energie stellen.

Die Absage der WM hat uns alle sehr überrascht, und wir bedauern diesen Schritt der IJF sehr. Wichtigstes Ziel ist jetzt die Situation um die WM mit allen beteiligten Institutionen zu klären, wobei zum einen die rasche Wiederherstellung des Vertrauens des Weltverbandes in den ÖJV und zum anderen die transparente Aufarbeitung gemeinsam mit dem Sportministerium angegangen wird. Zu klären wird sein, warum mein Vorgänger als Präsident des ÖJV nicht für die ordnungsgemäße Berichterstattung an das Sportministerium gesorgt hat, und warum er nicht schon vor Ablauf der Frist um Aufschub angesucht hat.

Zweites Ziel ist, die Vorbereitung unseres Olympia-Teams sicher zu stellen, weil wir als Sommersport mit guter Olympia-Vergangenheit natürlich in Tokio eine Medaille für Österreich und den ÖJV holen wollen. Wir haben ein tolles Team und wir sind sehr zuversichtlich, dass das nächstes Jahr gelingen wird.“

Der gesamte neue ÖJV-Vorstand kann hier abgerufen werden.

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