Drei Judoka vertreten Österreich vom 27. Juli bis 12. August bei den XXX. Olympischen Spielen London
Nach Sabrina Filzmoser (-57kg). Lupo Paischer -60kg) nun auch Hilde Drexler (-63kg) für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifiziert. Österreichs Judoteam wird in London – die offizielle Bestätigung des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) vorausgesetzt – mit einem sehr erfahrenen Team vertreten sein. Sabrina Filzmoser (LZ Multikraft Wels), 2-fache Europameisterin von 2008 und 2011, fiebert dem sportlichen Highlight ebenso entgegen wie der Silbermedaillengewinner von Peking 2008, Lupo Paischer (Judo Union Raika Flachgau), ebenso 2-facher EM von 2004 und 2008. Komplettiert wird nun das Team mit der Wienerin Hilde Drexler (Judoclub café+co Vienna Samurai), die sich über die Kontinentalliste als bestplatzierte Europäerin für die Teilnahme in London qualifiziert hat.
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- Bernadette Graf mit dem Präsidium des ÖJV: Erich Pachoinig, Dr. Hans Paul Kutschera und Manfred Hausberger
Im Rahmen der Judo-Europameisterschaft in Chelyabinsk wurden die Awards der Europäischen Judo Union (EJU) u.a. für sportliche Leistungen des Jahres 2011 bei einem glanzvollen Gala Diner vergeben.
“Promising female judoka” – BERNADETTE GRAF AUS ÖSTERREICH
2011, ein sehr erfolgreiches Jahr für die Tirolerin Bernadette Graf vom Judozentrum Innsbruck. Die heute 20jährige wurde im letzten Jahr U20-Weltmeisterin in Südafrika und U20-Europameisterin in Belgien. Diese außergewöhnliche Leistung wurde dementsprechend von der EJU gewürdigt und als vielversprechendes Talent, als “promising female judoka 2011″, ausgezeichnet.
“Die letzten Tage und Wochen waren für mich sehr bewegend. Beginnend mit der optimalen Vorbereitung in Linz, die für mich nicht nur sehr lehrreich, sondern auch sehr motivierend war, dann die beeindruckende EM in Russland, wo ich leider unglücklich in der ersten Runde in letzter Sekunde gegen die Spanierin Maria Bernabeu Avorno ausgeschieden bin. Diese Auszeichnung der EJU ist für mich nicht nur eine große Ehre, sondern auch eine Motivation und Herausforderung mich mit intensiven und disziplinierten Training an der Spitze des Judosports durchzusetzen”, so Bernadette überglücklich nach der Ehrung.
Bilder der Verleihung findest du hier
Name: Bernadette Graf
Geb: 25. Juni 1992
Verein: Judozentrum Innsbruck
Bundesland: Tirol
Kategorie: -70 kg
Stärken (sportlich): kräftig, zielstrebig
Hobbys: Sport, Kino, Musik, Freunde
Erfolge
2011: WM-U20, 1. Platz; 2011: EM-U20, 1 . Platz;
2009: EM-U20, 3. Platz;
2008: EM-U17, 3. Platz;
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Beim mit 400 Teilnehmern aus 28 Nationen stark besetzten Europacup erreichten die Österreicher einen 3., einen 5. und einen 7.Platz: Clemens Prentner (café+co Vienna Samurai) konnte mit 4 Siegen und einer Niederlage die Bronzemedaille in der Klasse -100 kg erobern. Andreas Tiefgraber (PSV Salzburg) erreichte in der Klasse -60 kg den starken 5.Platz und Heidrun Genzecker (Askö LZ Linz) rundet das Ergebnis für Österreich mit Platz 7 bis 70 kg ab.
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Der Salzburger Max Schirnhofer (Judo Union Raika Flachgau) kämpfte in der Kategorie bis 90 kg in der ersten Runde gegen den Briten Matthew Purssey, danach gegen den erfahrenen Griechen Ilias Iliadis.
„Den ersten Kampf gegen den Britten Matthew Purssey konnte ich wie vorgenommen bestimmen. Habe gemerkt, dass meine alte Stärken wieder da sind, die Reaktionen gestimmt haben. Im zweiten Kampf habe ich dann leider gegen den Griechen Ilias Iliadis, Olympiasieger 2004 und Doppel-Weltmeister, auf Zeit mit Waza-ari verloren. Es gelang mir trotzdem relativ rasch den Respekt abzulegen und suchte den Körperkontakt. Nach einem Waza-ari fühlte er sich sicher, es gelang mir nicht mehr ihn in Schwierigkeiten zu bringen. Es zeigt mir aber, dass der Weg stimmt. In Zukunft muss es das Ziel sein, nicht nur gut im Kampf auszusehen, sondern auch den Weg zum Gewinn durch Ippon zu suchen“, so der Salzburger Maximilian Schirnhofer. Der Grieche ist dann in der nächsten Runde überraschend gegen den Deutschen Christopher Lambert ausgeschieden.
Der Oberösterreicher Daniel Allerstorfer (Union Judozentrum Mühlviertel) traf im Erstrundenkampf in der Kategorie +100kg auf den physisch starken Georgier Zviadi Khanjaliashvili.
„Habe von Anfang versucht nicht zu viel Respekt zu zeigen, ist doch der Georgier physisch sehr stark. Es ging auch eine Weile sehr gut ihn zu bewegen, leider setzte er sich dann im Laufe des Kampfes mit Yuko und mit Ippon durch. Trotzdem war die EM ein Erlebnis, es zeigte mir, dass ich noch einiges zusetzen muss“, so Daniel Allerstorfer nach seinem Kampf gegen den Georgier.
Bilder von Schirnhofer und Allerstorfer findest du hier
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Hilde Drexler nach Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer wahrscheinlich als dritte Judoka nach London – Peter Scharinger scheitert in der dritten Runde – anspruchsvolle Leistungen unserer Nachwuchshoffnungen
Fotos von Christian Fidler der Österreicher gibt´s hier
Hilde Drexler mit größter Wahrscheinlichkeit in London
Leider sehr rasch ging es bei der Wiener Hilde Drexler (Judoclub cafe+co Vienna Samurai) in der Kategorie bis 63 kg. Schon nach zwei Minuten war der Kampf durch Ippon gegen die WM-Dritte Ramila Yusubova aus Aserbaidschan verloren. „Ich wusste von den Stärken Yusubovas, sie ist extrem schnellkräftig, habe mich auch darauf eingestellt, habe auch schon gegen sie gewonnen. Heute wollte es einfach nicht sein. Nun muss ich mich einfach auf die nächsten Ziele vorbereiten. Wenn ich nach dem Ende der EM in der Kontinentalwertung die erste Europäerin bin, ist das nächste Ziel die optimale Vorbereitung für die kommenden Olympische Spiele 2012 in London“, so die Wienerin Hilde Drexler.
Peter Scharinger kämpfte sich bis in die dritte Runde
Nach einem Freilos in der ersten Runde traf Peter Scharinger (Union Judozentrum Mühlviertel) in der zweiten Runde (bis 73 kg, erste Runde Freilos) auf den Türken Sezer Huysus. Der Kampf war sehr ausgeglichen, so dass es zu einer Entscheidung im Golden Score kommen musste. Dort setzte sich der Oberösterreicher mit Waza-ari durch und traf in der dritten Runde auf den Polen Tomasz Adamiec. Leider konnte Peter sich nicht durchsetzen, gegen den Polen wurde der Kampf über Sode relativ rasch mit Ippon verloren.
Anspruchsvolle Leistungen unserer Hoffnungsträger
In der Kategorie bis 70 kg war der Kampf zwischen der Tirolerin Bernadette Graf (Judozentrum Innsbruck) und der Spanierin Maria Bernabeu Avomo lang sehr ausgeglichen. Zum Schluss musste Bernadette einfach riskieren, übernahm die Initiative, verlor aber durch einen Außenschenkelwurf (Harai-Goshi) in letzter Sekunde den Kampf. „Schade, dass ich die erste Runde nicht überstehen konnte, sie war heute zu schlagen. Ich muss einfach noch zusetzen, um mich an der Spitze auch durchsetzen zu können. Diese EM war aber trotzdem ein Highlight in meiner Karriere“.
Die zweite Starterin in der Kategorie bis 63kg war die Tirolerin Kathrin Unterwurzacher vom Judozentrum Innsbruck, die auf die Kroatin Marijana Miskovic traf. Der Kampf ging zuerst über die ganze Zeit, wobei er sehr ausgeglichen war und beide Würfe und somit Entscheidungen verhindern konnten. Im Golden Score verlor jedoch die Tirolerin relativ rasch und überraschend durch O-Uchi-Gari mit Ippon diesen spannenden Kampf. „Die EM war für mich trotzdem ein Erlebnis. Konnte ich doch den Kampf sehr ausgeglichen gestalten, auch ein Sieg war drinnen. Es zeigt, dass ich nicht so weit von der Spitzen weg bin. Wir müssen nur unseren Weg konsequent weitergehen“, so die Tirolerin.
Bei den Männern kämpfte in der Kategorie bis 73 kg der Wiener Marcel Ott (Volksbank Galaxy Judotigers) in der zweiten Runde gegen den WM-Dritten des Vorjahres, den Franzosen Ugo Legrand. Der zur absoluten Weltklasse zählende Franzose ging bald mit einer Yuko-Wertung in Führung. Marcel konnte den Kampf lange Zeit offen halten, verlor aber leider durch O-Uchi-Gari mit Ippon diesen Kampf. „Ich wusste, dass mir mit dem Franzosen ein sehr starker Gegner gegenüber stand. Die ersten 2 Minuten konnte ich den Kampf sehr offen halten, danach wechselte Legrand seine Taktik und bestimmte ab nun den Kampf. Das Ziel für die Zukunft muss es sein, aus seinen Fehlern zu lernen und sich individuell weiter zu entwickeln. Die nächsten Möglichkeiten stehen mit den folgenden Weltcups bereits vor der Tür“, abschließend Marcel Ott.
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Bilder unseres Fotografen Christian Fidler von den Österreichern des ersten Tags gibt es hier
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Heute Großkampftag beid er Judo-EM in Chelyabinsk – Fünf Österreicher am Start, zwei kämpfen noch um Olympia – Drexler und Scharinger noch Chancen auf einen Quotenplatz für London 20012
Bei den Frauen trifft in der Kategorie bis 70 kg die Tirolerin Bernadette Graf (Judozentrum Innsbruck) in der ersten Runde auf die Spanierin Maria Bernabeu Avomo, in der Kategorie bis 63 kg die Wienerin Hilde Drexler (Judoclub cafe+co Vienna Samurai) auf Ramila Yusubova (AZE) sowie die Tirolerin Kathrin Unterwurzacher (Judozentrum Innsbruck) auf Marijana Miskovic (CRO).
Bei den Männern kämpft in der Kategorie bis 73 kg der Wiener Marcel Ott (Volksbank Galaxy Judotigers) in der zweiten Runde gegen den Franzosen Ugo Legrand. Der Oberösterreicher Peter Scharinger (Union Judozentrum Mühlviertel), ebenfalls bis 73 kg, auf den Türken Sezer Huysus, ein Kampf um Olympia, liegt doch der Türke auf der Qualifikationsliste für Olympia noch vor dem Österreicher. Beide haben in der ersten Runde ein Freilos.
Weitere laufende Informationen:
Resultate, Ergebnisse; Live-Streaming: Österreichischer Judoverband: www.oejv.com;
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Platz fünf für Ludwig Paischer am ersten Wettkampftag in Chelyabinsk
Mit einer starken Leistung belegte Ludwig Paischer (-60kg) den 5. Platz, Sabrina Filzmoser und Tina Zeltner (beide -57kg) schieden trotz anspruchsvoller Leistungen in der 2. Runde aus – Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer sind jedoch bereits fix für die kommenden XXX. Olympischen Spiele 2012 in London qualifiziert.
Ludwig Paischer kämpfte sich bis zum Bronzemedaillenkampf
„Ich sehe den heutigen Wettkampftag mit einem weinenden und lachenden Auge. Einerseits trauere ich der Chance auf eine weitere EM-Medaille nach, anderseits bin ich mit der Performance, der Kampfentwicklung und dem Aufwärtstrend sehr zufrieden. Es zeigt mir, dass der Formaufbau für die kommenden Olympischen Spiele 2012 in London stimmt“, so Lupo.
Im Bronzemedaillenkampf hatte Lupo den Georgier Amiran Papinashvili zum Gegner. Lupo ging rasch mit einer Yuko-Wertung in Führung, der Georgier konterte jedoch rasch mit zwei Wertungen und entschied den Kampf um Platz drei für sich. In Summe jedoch eine starke Wettkampfleistung von Lupo. Bereits in der ersten Runde konnte der Salzburger von der Judo Union Raika Flachgau den Schweizer Michael Iten mit einem Ippon besiegen. Wenig Mühe hatte er in der zweiten Runde mit dem Holländer Mikos Salminen, eine Festhaltetechnik entschied den Kampf zugunsten des Österreichers. In Runde drei stand dann der Ukrainer Georgiy Zantaraya, Weltmeister 2009 und Europameister 2011, als Gegner gegenüber. Bereits nach 30 Sekunden konnte Georgyi Paischer mit einer Beintechnik auf Waza-ari werfen. Der Ukrainer kontrollierte den restlichen Kampf. Trotz einer Verwarnung gewann der Ukrainer diesen Kampf mit Waza-ari. In der Hoffnungsrunde setzte sich dann Lupo mit Ippon durch Festhaltegriff gegen den Georgier Betkil Shukvani 20 Sekunden vor Schluss durch.
Filzmoser nun voll konzentriert in Richtung Olympia
Für die regierende Europameisterin Sabrina Filzmoser kam leider bereits in der 2. Runde das EM-Aus in Chelyabinsk. Dabei ging die Oberösterreicherin des LZ Multikraft Wels voll motiviert in das Turnier. Ihre Leistungskurve zeigt steil nach oben.
„Ich ging mit viel Selbstvertrauen in das Turnier. Es zeigte sich, dass ich körperlich wieder voll fit bin. Ich muss nur noch bis zum Schluss kompromisslos arbeiten, damit ich den Erfolg nach Hause bringen kann. Ich hatte im zweiten Kampf zweimal die Chance mit Ippon am Boden den Kampf für mich zu entscheiden. Die erbrachte Leistung und mein körperlicher Zustand machen mich für die kommenden Spiele in London sehr zuversichtlich“, so Sabrina in ihrem Resümee.
In ihrem ersten Kampf besiegte sie nach 2:17 min mit Ippon durch eine Festhaltetechnik die Bulgarin Ivelina Ilieva. Auch in ihrem zweiten Kampf übernahm die Oberösterreicherin das Kommando auf der Matte. Die Passivität der Engländerin Sarah Clark brachte Sabrina sogar eine Yuko-Wertung. Rund 50 sec. vor Schluss konterte jedoch die Engländerin bei einem Wurfansatz von Filzmoser mit einem Ippon. Leider ein frühes Aus für die 2-fache Europameisterin der Jahre 2008 und 2011.

Weitere Talentprobe durch Tina Zeltner (-57kg)
Die 19jährige Niederösterreicherin Tina Zeltner, die bereits 2011 Bronze bei der U20-WM erringen konnte, zeigte in Chelyabinsk eine ansprechende Leistung. In der ersten Runde setzte sie sich mit einer Würgetechnik gegen die Ukrainerin Tetyana Levytska durch. „Ich bin zur EM eigentlich ohne Erwartungen hergekommen. Ich wollte einfach ganz frech und konsequent kämpfen, was mir im ersten Kampf auch gut gelungen ist“, so die Judoka des JC Wimpassing Sparkasse. In Runde zwei folgte jedoch gegen die Ungarin Hedvig Karakas 44 Sekunden vor dem Ende des Kampfes das Aus durch eine Festhaltetechnik. „Ich kam sehr gut in den Kampf. Leider ist mir zum Schluss ein Fehler passiert. Ich bin jedoch mit den Kämpfen zufrieden. Es war eine große Erfahrung hier inmitten der Weltspitze dabei zu sein. Ich glaube aber, nicht mehr weit davon entfernt zu sein“, so abschließend Tina. Ihre Leistung ist aber eine weitere Hoffnung für den österreichischen Judosport.
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Lupo konnte sich bei der Judo-EM in Chelyabinsk gegen den Georgier Betkil Shukvani im Hoffnungskampf durchsetzen und kämpft nun gegen den Georgier Amiran Papinashvili um die Bronzemedaille. Im Kampf gegen Shukvani setzte sich Lupo 20 Sekunden vor Schluss durch Festhaltegriff mit Ippon durch. Zuvor hatten beide eine Bestrafung wegen Passivität bekommen, Lupo konnte aber auch durch seine Erfahrung und seine Stärken am Boden den Kampf für sich entscheiden.
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In der dritten Runde -60kg kämpfte Lupo Paischer gegen den Ukrainer Georgiy Zantaraya, Weltmeister 2009 und Europameister 2011. Bereits nach 30 sec. konnte Georgyi unseren Lupo mit einer Beintechnik auf Waza-ari werfen. Der Ukrainer kontrollierte den restlichen Kampf. Trotz einer Verwahnung gewann er diesen Kampf mit Waza-ari.
Lupo trift nun in der Hoffnungsrunde auf den Georgier Betkil Shukvani.
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